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Zukunft für Porzi Langenthal

Die Porzellanfabrik Langenthal kann wieder hoffen. Keystone Archive

Für die Porzellanfabrik Langenthal, die Mitte November ein Gesuch um Nachlass-Stundung eingereicht hat, gibt es aller Voraussicht nach eine Zukunft.

Dieser Inhalt wurde am 14. Dezember 2001 - 21:31 publiziert

Der zuständige Richter hat das Gesuch gutgeheissen, wie Sachwalter Kurt Stöckli von der Transliq AG in Bern auf Anfrage bestätigte. Stöckli beurteilt die Chancen, dass das Nachlassverfahren abgeschlossen werden kann, als sehr gut.

Die privilegierten Forderungen sowie die Liquidations-Kosten seien gedeckt.
Die Porzellanfabrik hat nun sechs Monate Zeit, Investoren zu suchen und ihre finanzielle Situation zu regeln. Diesbezügliche Verhandlungen sind angelaufen.

3 bis 5 Millionen für 1000 Arbeitsplätze

Für die Nachlass-Stundung werden die Aktiven auf rund 6,1 Mio. Franken veranschlagt. Die ungesicherten Forderungen betragen rund 5,5 Mio. Franken und die Pfandgesicherten, privilegierten Forderungen 4,9 Mio. Franken, wie die Sachwalterin am Freitag mitteilte. Die Dividende wird auf rund 21% geschätzt.

Wie Thomas Groh, Präsident des Verwaltungsrats, Mitte November gesagt hatte, liegt der Finanzbedarf zwischen 3 und 5 Mio. Franken. "Dies würde reichen, um mehr als 1000 Arbeitsplätze zu retten", sagte er.

In den nächsten Tagen soll nun die definitive Nachlass-Stundung publiziert werden. Anfang Januar erfolgt ein Schuldenaufruf, der den Gläubigern eine Frist von 20 Tagen einräumt, um ihre Forderungen anzumelden.

Anschliessend will die Sachwalterin einen Entwurf für einen Nachlass-Vertrag ausarbeiten, der an einer Gläubiger-Versammlung präsentiert werden soll. Wenn die Gläubiger dann dem Vertrag zustimmen, muss er vom Nachlassrichter noch bestätigt werden.

Vorsorgliche Kündigungen

Die Porzellanfabrik Langenthal hat Ende November ihren 83 Angestellten in Langenthal gekündigt. Die Kündigungen wurden vorsorglich ausgesprochen. Ziel sei es, Investoren zu finden, und die Angestellten, oder einen Teil davon, weiter zu beschäftigen, sagte Stöckli.

Die Porzellanfabrik beschäftigt rund 1000 Personen in Tschechien, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz. In Langenthal befinden sich die Geschäftsleitung der Gruppe und die Bereiche Logistik, Design sowie ein Teil der Produktion.

swissinfo und Agenturen

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