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Zürcher Assistenzärzte müssen weniger lange arbeiten

Die Assitenzärztinnen und -ärzte im Kanton Zürich müssen künftig weniger lange arbeiten. Die Arbeitszeit wird bis 2004 schrittweise um fünf auf 50 Stunden reduziert. Dazu kommen neue Regelungen für Präsenz- und Ruhezeiten.

Dieser Inhalt wurde am 23. November 1999 - 13:09 publiziert

Die Assitenzärztinnen und -ärzte im Kanton Zürich müssen künftig weniger lange arbeiten. Die Arbeitszeit wird bis 2004 schrittweise um fünf auf 50 Stunden reduziert. Dazu kommen neue Regelungen für Präsenz- und Ruhezeiten.

Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) wurde am Dienstag (23.11.) an einer Medienkonferenz vorgestellt. Er muss noch von den zuständigen Behörden und Verbandsorganen ratifiziert werden und tritt am 1. Januar 2000 in Kraft. Die Regelungen bezüglich Oberärztinnen und -ärzte sollen auf 1. Juli 2000 stehen, wie Gesundheitsdirektorin Verena Diener sagte.

Kernstück des GAV ist eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit um fünf auf 50 Stunden. Die maximale "en-bloc"- Arbeitszeit wird halbiert - sie darf neu 18 Stunden nicht überschreiten. Die Präsenzzeit wird auf jeweils höchstens 25 Stunden festgelegt - anschliessend muss eine mindestens 23-stündige Freizeit gewährt werden.

Die Arbeitszeitverkürzung erfolgt gemäss GAV in Rücksicht auf den Spitalbetrieb bis 2004: Jährlich wird eine Stunde reduziert.

Pro Stunde Arbeitszeitreduktion entstehen laut Diener Mehrkosten von 2,4 Millionen Franken. Ab 2004 sind das rund 12 Millionen Franken. Den grössten Teil davon übernehmen Kanton und Spitäler. Rund eine halbe Million pro Jahr tragen die Assistenzärztinnen und- ärzte selber: Die Anfangslöhne werden leicht gesenkt

Der Präsident der Zürcher Sektion des Verbands Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO), Rudolf M. Reck, erklärte sich vor den Medien zufrieden über das Zustandekommen des lange geforderten GAV. Das Ergebnis müsse allerdings als Zwischenlösung gesehen werden - noch seien nicht alle Anliegen erfüllt.

Mit der Unterzeichnung des GAV hat ein jahrelanger, teils heftig geführter Kampf der Ärzteschaft für bessere Arbeitsbedingungen ein zumindest vorläufiges Ende gefunden.

SRI und Agenturen

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