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Wirtschaftlicher Aktionsplan mit Russland unterzeichnet

Bundespräsidentin Doris Leuthard hat anlässlich ihres Treffens mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in Sotschi einen dreijährigen Aktionsplan für die wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit wird die bisherige Zusammenarbeit mit Russland in Wirtschaft, Handel, Investitionen und Finanzen ausgebaut.

Dieser Inhalt wurde am 26. August 2010 - 14:51 publiziert

Der unterzeichnete Aktionsplan ergänzt den ersten dreijährigen Aktionsplan, der Ende Jahr abläuft.

Neu hinzugekommen sei die Kooperation bei der Energieforschung und -sicherheit, der Zivilluftfahrt sowie der Vereinfachung von Zollformalitäten, wie das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mitteilte. Auch beim Tourismus wollen die Handelspartner ihren Austausch vertiefen.

Des weiteren bemühten sich die Schweiz und Russland, möglichst bald eine Freihandelszone zwischen Russland und der EFTA zu realisieren. Zur Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) gehören die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Auf russischer Seite steht die Zollunion mit Kasachstan und Weissrussland.

Der erste Aktionsplan für die Jahre 2008 bis 2010 sei erfolgreich realisiert worden, hiess es in der Übereinkunft. Der nunmehr wieder drei Jahre gültige Plan verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, falls kein Einspruch vorliegt.

Der Handelsaustausch zwischen der Schweiz und Russland hat sich in den letzten fünf Jahren fast verdreifacht. 2009 betrug das bilaterale Handelsvolumen 2,8 Mrd. Franken. Russland zähle zu den wichtigsten dynamischen Märkte für die Schweiz, schreibt das EVD in einer Medienmitteilung.

Das Treffen zwischen Leuthard und Medwedew vom Donnerstag erfolgte auf Einlandung des russischen Präsidenten. Bei den Gesprächen mit Medwedew waren bilaterale Wirtschafts- und internationale Finanzfragen vorgesehen sowie die Konfliktprävention in Europa und die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014, wie es weiter hiess.

swissinfo.ch und Agenturen

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