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CS: Gewisse Fehler "sicher kein zweites Mal machen"

Credit Suisse-Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Doerig gesteht Fehler bei der Boni-Ausschüttung für das Management der Bank ein. Im Rahmen eines Bonusprogramms hatte CS- Chef Brady Dougan Anfang Jahr einen Bonus von 71 Mio. Franken erhalten.

Dieser Inhalt wurde am 10. Juli 2010 - 14:40 publiziert

Über die Höhe dieses Betrags sei er überrascht gewesen, sagte Doerig auf eine entsprechende Frage in einem Interview, das am Samstag in der Berner Zeitung erschien. Dennoch ist dieser Bonus aus Doerigs Sicht nicht unverdient. Man müsse zugestehen, dass Dougan "einen Superjob macht".

Das Bonusprogramm PIP (Performance Incentive Plan) stammt aus dem Jahr 2004, die Ausschüttung der damaligen Boni war an den Unternehmenserfolg geknüpft und erfolgte fünf Jahre später.

400 Spitzenmanager der Grossbank erhielten total CS-Aktien im Wert von 3 Milliarden Franken ausbezahlt. Am meisten erhielt Dougan.

"Ich muss zugegeben: Ja, wir müssen aus dem PIP-Programm die Lehren ziehen und dürfen gewisse Fehler sicher kein zweites Mal machen", sagte Doerig. Ein Ziel habe das Programm aber erreicht: "Das Programm hat uns geholfen, wegen der langen Laufzeit gute Leute an uns zu binden."

Schon beim Nachfolge-Programm (PIP II) werde sich die Situation nicht wiederholen.

Sorgen machen Doerig die Menge der "innert kürzester Zeit neu vorgebrachten Regeln" für Banken, die wegen ihrer Grösse bei einem Kollaps eine Gefahr für die Volkswirtschaft darstellen.

swissinfo.ch und Agenturen

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