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Wirtschaft weiter im Aufwind

Turbinen-Produktion bei ABB Schweiz. Keystone

Der Aufschwung in der Schweizer Industrie hat sich im ersten Quartal dieses Jahres weiter verstärkt und dürfte sich dank rekordhoher Auftragseingänge fortsetzen. Die Produktion erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwölf Prozent.

Dieser Inhalt wurde am 26. Juni 2000 - 16:47 publiziert

Kräftig gesteigerte Exporte und ein leichter Lageraufbau haben der Schweizer Industrie im 1. Quartal 12 Prozent Wachstum gebracht. "Es handelt sich um das 4. Quartal in Folge mit einem Aufschwung", schreibt dazu das Bundesamt für Statistik (BFS).

Die am Montag (26.06.) veröffentlichten Messzahlen für den Geschäftsgang der Schweizer Industrie (ohne Baugewerbe) im Vorjahresvergleich zeige das "weitaus beste Quartalsergebnis" seit dem 1. Quartal 1998. Das BFS relativiert das Resultat aber insofern, als das Vergleichsquartal 1999 eine rückläufige Entwicklung verzeichnet hat.

Dennoch sei ein neuer Höchstwert für die Produktion im sekundären Sektor erreicht worden, heisst es weiter. Als einzige negative Zahl nennt das BFS den Auftragsbestand. Er habe sich trotz 14,8 Prozent mehr Auftragseingang um 1,0 Prozent vermindert. Diese Stagnation führt das BFS auf die Abnahme der Auftragsbestände der Verbrauchsgüter zurück.

Wesentlicher Motor der Schweizer Konjuktur blieben die Exporte: Aus dem Ausland trafen 20,7 Prozent mehr Aufträge ein. Auch der Bau half mit. Werden die Auftragseingänge im Baugewerbe eingerechnet, steigt die Zunahme von 14,8 Prozent auf 15,7 Prozent. Die Auslandnachfrage erhöhte sich sogar um 20,7 Prozent.

Fast 11 Prozent mehr Umsatz

Nicht ganz so kräftig wie die Produktion stieg der Umsatz. 10,7 Prozent Anstieg im Vergleich mit dem 1. Quartal 1999 errechnete das BFS. Dabei übertraf die Nachfrage aus dem Ausland mit mit einem Plus 17,8 Prozent die Binnennachfrage deutlich.

Ursache der Differenz von Produktion und Umsatz ist die Zunahme der Lagerbestände um 3,3 Prozent. Einzig die Lederwaren- und Schuhindustrie, die Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie, die Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte und zu einem kleinen Teil auch der Fahrzeugbau bauten Lagerbestände ab.

Basis der vierteljährlich erhobenen Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes bildet eine repräsentative Stichprobe bei Unternehmen mit mindestens fünf Vollzeitbeschäftigten. Dabei werden die Daten mit der Unternehmensgrösse gewichtet. Saisonal bedingte Schwankungen und Preisänderungen werden weitgehend ausgeglichen.

Breit abgestützter Aufschwung

Sowohl die Produktion wie die Umsätze haben in praktisch allen Branchenzugenommen. Überdurchschnittliche Zunahmen wurden bei der Herstellung "sonstiger nichtmetallischer Produkte", elektrischer Geräte, Feinmechanik und Optik, in der Maschinenindustrie, in der Gewinnung von Steinen und Erden sowie in der chemischen Industrie erzielt.

Nur die Lederwaren- und Schuhindustrie, der Bereich "Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare Brennstoffe" sowie die Textil- und Bekleidungsindustrie vermeldeten Einbussen bei der Produktion. Rückläufige Umsätze ergaben sich laut BFS bei der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie im Fahrzeugbau.

swissinfo und Agenturen

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