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Wie in seinen besten Tagen

Rosset feiert: "Dieser Sieg ist eine enorme Befriedigung." Keystone

Nach einem unerwarteten 7:5, 7:6 (7:1) über den Rumänen Andrei Pavel (ATP 19) steht Marc Rosset (ATP 102) am Open Gstaad in den Viertelfinals - erstmals sei 1997.

Dieser Inhalt wurde am 11. Juli 2002 - 19:45 publiziert

Marc Rosset verwandelte nach 106 Minuten mit einem Servicewinner seinen vierten Matchball und jubelte anschliessend, als hätte er das Turnier im Saanenland gewonnen und nicht erst die Runde der letzten acht erreicht.

Rossets Emotionen waren für die fast 6000 Zuschauer auf dem nahezu ausverkauften Center Court verständlich. Der 31-jährige Genfer hatte lange auf einen derartigen Exploit warten müssen.

In den vergangenen zwei Jahren besiegte Rosset lediglich zwei andere Top-20-Spieler: Im November 2000 Cédric Pioline in der 2. Runde von Paris-Bercy und im Oktober 2001 Alex Corretja in der Startrunde der Swiss Indoors Basel. "Letztmals spielte ich vor 15 Monaten in Neuenburg bei der Daviscup-Niederlage gegen Escudé so gut", so Rosset.

Auch etwas Glück

Neben der sehr gelungenen Leistung hatte Marc Rosset aber auch Glück beim Spielverlauf. Insbesondere bei den "big points" traf Rosset mit dem Aufschlag oder mit der Vorhand immer wieder die Linien. Pavels Bälle dagegen landeten oft Millimeter im Aus.

Bei 3:3 im ersten Satz wehrte Rosset drei, bei 3:3 im zweiten Satz zwei Breakbälle ab. Rosset gewann beide Male das "verflixte siebente Game", behielt die Nase vorne und legte so die Basis zum Sieg.

Denn Andrei Pavel wurde in den entscheidenden Momenten der Sätze nervös: Im ersten Satz produzierte er bei Rossets erstem Breakball zum 7:5 einen Doppelfehler; im zweiten Satz musste er schon beim Stand von 4:5 erste Matchbälle abwehren.

Bei 6:6 gelang indes Marc Rosset eines der beeindruckendsten Tiebreaks seiner Karriere: Mit fünf lupenreinen Gewinnschlägen zog er auf 5:0 davon, und mit dem 25. Servicepunkt (12 Asse/13 Servicewinner) beendete er die Partie.

Beinahe ein Comeback

Rosset hielt mit dem Sieg nicht nur die Schweizer Ambitionen in Gstaad am Leben, er verleiht auch seiner Karriere neuen Schwung. Er verbessert sich in der Weltrangliste schon jetzt um ungefähr zehn Plätze (etwa auf Position 93) und wird in der zweiten Saisonhälfte bedeutend mehr Tour-Turniere bestreiten können als im ersten Halbjahr (4).

Wenn Rosset Leistungen wie in Gstaad, Basel oder Neuenburg wieder regelmässiger auch im Ausland erbringen kann, ist eine Jahresend-Klassierung im Bereich zwischen Platz 50 und 75 für ihn nicht utopisch.

Harter Gegner

Eine erste Chance zur Bestätigung bietet sich Rosset am Freitagnachmittag gegen Gaston Gaudio. Der 23-jährige hat heuer auf Sand die Turniere von Barcelona und Palma de Mallorca gewonnen und mit Lleyton Hewitt und Gustavo Kuerten die Nummern 1 und 2 der Welt besiegt.

Rosset war vor einem Jahr innerhalb einer Woche zweimal auf Gaudio getroffen und hatte sowohl in Gstaad (1. Runde) und in Stuttgart-Weissenhof (2. Runde) zweimal klar in zwei Sätzen verloren.

swissinfo und Rolf Bichsel (Si)

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