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Weltneuheit: Nasenspray zur Grippe-Impfung zugelassen

Keine Spritzen und Tränen mehr bei der Grippeimpfung. Keystone

Schweizerinnen und Schweizer, die sich gegen Grippe impfen wollen, können dies künftig mit einem Nasenspray tun. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erteilte dem Produkt die Zulassung. Nach Angaben der Firma Berna handelt es sich um eine Weltpremiere.

Dieser Inhalt wurde am 02. Oktober 2000 - 15:25 publiziert

Für die diesjährige Grippesaison werden rund 150'000 Dosen des neuen Impfsprays auf dem Schweizer Markt erhältlich sein, wie die produzierende Firma, das Schweizerische Serum- und Impfinstitut Berna, mitteilte. Aus Kapazitätsgründen könne damit noch nicht der gesamte Schweizer Bedarf abgedeckt werden.

Wirksame Impfung

Bei der empfohlenen zweimaligen Anwendung des rezeptpflichtigen Nasensprays Nasalflu innerhalb von sieben Tagen halte der Grippeschutz während sechs Monaten an. Dabei baue der Spray eine Schutzbarriere in der Nase auf, wodurch sich die Wirksamkeit des Mittels erhöhe. Die Impfmethode sei in klinischen Tests an über 2'000 Personen getestet worden.

Nasalflu erfülle gemäss den vorgeschriebenen Standards der Europäischen Union (EU) alle Vorgaben der herkömmlichen Grippe-Impfstoffe, sagte Franz Reigel vom (BAG). Eine Anwendung des Sprays könne deshalb empfohlen werden. Wegen der einfachen und schmerzfreien Impfart erhoffe sich das BAG einen positiven Effekt für die Durchimpfung der Schweizer Bevölkerung in der diesjährigen Grippesaison, sagte Reigel. Diese Hoffnung teilt auch Berna.

Zulassungsgesuch in Deutschland hängig

Das Berner Biotech-Unternehmen erwartet dank des Nasensprays eine Umsatzsteigerung von vier bis fünf Mio. Franken allein für das Jahr 2000, wie der Abteilungsleiter Schweiz, Bernhard Wegmüller, sagte. Für die nächste Grippesaison 2001/2002 könne der gesamte Schweizer Markt mit Nasalflu abgedeckt werden. Seit Juni werde der Impfstoff auch in Deutschland für eine Zulassung geprüft. Diese gelte dann für den gesamten EU-Raum. Verhandlungen über die Vergabe von Verkaufslizenzen seien im Gange.

swissinfo und Agenturen

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