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WDH/AUSBLICK/Novartis Q2: Gewinn von 2'354 Mio USD erwartet

Dieser Inhalt wurde am 15. Juli 2010 - 06:33 publiziert

Zürich (awp) - Die Novartis AG präsentiert am Donnerstag, 15. Juli, die Ergebnisse zum zweiten Quartal 2010. 15 Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
Q2 2010E
In Mio USD AWP-Konsens Q2 2009A
Umsatz Gruppe 11'444 10'546
Umsatz Pharma 7'572 7'115
EBIT 2'694 2'364
Reingewinn 2'354 2'044
FOKUS: Die meisten Analysten rechnen damit, dass der Pharmakonzern im zweiten Quartal die in den ersten drei Monaten erzielten Zuwachsraten beibehalten konnte. Dazu sollten vor allem Glivec/Gleevec, Zometa, Lucentis, Exforge, Exjade, Tekturna und Aclasta beitragen. H1N1-Pandemie-Umsätze werden keine oder kaum erwartet. Der Wechselkurseffekt dürfte nur leicht negativ ausfallen. Besonderes Augemerk liegt weiterhin auf der Umsatzentwicklung des Blockbusters Diovan, nachdem das wichtigste Konkurrenzprodukt, Cozaar von Merck, nun den Patentschutz verloren hat. Gleiches gilt für Femara, für das nun generisches Arimidex zur Verfügung steht.
Im Weiteren könnten neue Informationen zu Gilenia und zur Alcon-Transaktion erfolgen. Auch wird teils mit einer Erhöhung der Guidance gerechnet.
ZIELE: Das Management hatte bei der Publikation der Q1-Zahlen Mitte April die Guidance für das Volljahr 2010 zuletzt bestätigt. So wird im laufenden Geschäftsjahr im Konzern ein Nettoumsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen und ohne Alcon im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine Verbesserung der Betriebsgewinnmarge erwartet.
In der Pharma-Division wird in Lokalwährungen ein Nettoumsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Der Kern-Betriebsgewinn soll überproportional zulegen. Sandoz soll das Wachstum beschleunigen, Consumer Health über dem Marktdurchschnitt wachsen. Vaccines & Diagnostics soll von der Markteinführung des Impfstoffs Menveo profitieren.
PRO MEMORIA: Für Gilenia bei Multiple Sklerose hat Anfang Juni ein vorberatender Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA einstimmig eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen. Allerdings hat sich der Ausschuss u.a. noch für eine Studie mit einer niedrigeren Dosierung ausgesprochen. Diese könnte auch nach einer Zulassung durchgeführt werden.
Der Pharmakonzern will die Mehrheitsbeteiligung von 77% an Alcon weiterhin Ende drittes Quartal oder im vierten Quartal abschliessen. Am 16. August findet eine a.o. GV bei Alcon statt, die die von Novartis nominierten Verwaltungsräte ins Gremium wählen soll. Der Ausschuss unabhängiger Verwaltungsräte von Alcon stemmt sich dagegen; auch fordert er eine Aufbesserung des Angebotes zur Übernahme des Restanteils der Gesellschaft. Teils rechnen Analysten mit einer Erhöhung des Angebotes um ca. 10%.
rt/dl/jl

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