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Wahlen 1999 als Motor für die schweizer Regierungsparteien

Die Nationalratswahlen im Oktober und die Bundesratswahlen im Dezember haben sich positiv auf den Mitgliederbestand der schweizer Regierungsparteien ausgewirkt. FDP und SVP haben nach eigenen Angaben je rund 1’000 Mitglieder hinzugewonnen.

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 1999 - 10:03 publiziert

Die Nationalratswahlen im Oktober und die Bundesratswahlen im Dezember haben sich positiv auf den Mitgliederbestand der schweizer Regierungsparteien ausgewirkt. FDP und SVP haben je rund 1’000 Mitglieder hinzugewonnen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP ergab.

Die Schweizerische Volkspartei SVP, die als klare Siegerin aus den Nationalratswahlen vom 24. Oktober hervorgegangen ist, konnte nach Angaben ihres Generalsekretariats ihre Mitgliederzahl von bisher rund 80’000 um über 1’000 erhöhen. Während etwa im Kanton Zürich aktiv neue SVP-Parteiangehörige geworben wurden, gingen gemäss dem designierten Generalsekretär Jean-Blaise Defago beim Generalsekretariat in Bern auch spontane Anfragen von Leuten ein, die sich für eine SVP-Mitgliedschaft interessierten.

Auch die Freisinnig Demokratische Partei FDP schätzt gemäss Pressechef Guido Schommer, dass sie im Umfeld der Wahlen über 1’000 neue Parteimitglieder gewonnen hat. “Wir haben im Wahlkampf eine echte Beitrittswelle registriert”, sagte er. Als guter Gradmesser gelte das Interessentensystem via Internet, über das sich während etwa drei Monaten mehrere Leute pro Tag für eine Mitgliedschaft interessiert hätten. Schommer schätzte die Mitgliederzahl der FDP auf rund 150’000, wobei einzelne Kantone kein eigentliche Listen führten und auch jene mitzählten, die finanzielle Beiträge leisteten. Politologen rechnen laut Schommer mit rund 85’000 FDP-Mitgliedern.

Für die Sozialdemokratische Partei SP stellte Generalsekretär Jean-Francois Steiert wie immer im Umfeld von Wahlen einen stark wahrnehmbaren Schub von Anfragen fest. Vor allem der Wahlsieg der SVP am 24. Oktober habe offenbar SP-Sympathisanten dazu bewegt, aktiv in der SP etwas gegen das “Blocherland” zu unternehmen. Anfang Jahr waren laut Steiert rund 37’000 Personen eingeschriebene SP-Mitglieder. Die im Vergleich zur Wählerbasis geringe Zahl begründete er mit dem Umstand, dass die SP strikte Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft habe. Allerdings habe die SP einige 10’000 Adressen von Leuten, die regelmässig informiert würden, aber keine Parteimitglieder seien.

Die Christlich Demokratische Volsparetei CVP konnte nach Auskunft von Informationschef Paul Felber vor allem von der Wahlen von Ruth Metzler und Joseph Deiss vom vergangenen 11. März in den Bundesrat profitieren. Markant viele Frauen hätten sich damals erkundigt, wo sie sich als neue CVP-Mitglieder melden könnten. Im Gegensatz dazu habe die Bundesratswahl von Mitte Dezember wenig Echo ausgelöstt. Bei den Gesamterneuerungswahlen des Parlaments stellte die CVP, die laut Felber schätzungsweise 80’000 Mitglieder zählt, vor allem fest, dass sich die Wählerbasis verfestigte.

SRI und Agenturen

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