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Volcker-Komitee veröffentlicht Schlussbericht

Nach mehrfacher Verzögerung wird der Schlussbericht des Volcker-Komitees (Bild: Paul Volcker) über den Umgang der Schweizer Banken mit Vermögenswerten aus der Nazizeit heute Montag (06.12.) in Zürich veröffentlicht.

Dieser Inhalt wurde am 06. Dezember 1999 - 07:22 publiziert

Nach mehrfacher Verzögerung wird der Schlussbericht des Volcker-Komitees (Bild: Paul Volcker) über den Umgang der Schweizer Banken mit Vermögenswerten aus der Nazizeit heute Montag (06.12.) in Zürich veröffentlicht. Damit geht die vermutlich grösste Geldsuch-Operation aller Zeiten ihrem Ende entgegen.

In mehr als zwei Jahren haben gegen 500 Revisoren im Auftrage des Volcker-Komitees rund 60 Schweizer Banken nach nachrichtenlosen Konten von Holocaust-Opfern durchsucht. Die Operation soll rund eine Milliarde Franken gekostet haben.

Über die Suchergebnisse sickerten seit dem Spätsommer zahlreiche Indiskretionen durch. Es kursierten Berichte über 63’000, 50’000 oder 40’000 Konten, welche die Volcker-Revisoren angeblich aufgefunden haben.

Banken wie das Volcker-Komitee wiesen diese Berichte zurück oder bestätigten sie mindestens nicht. Offenbar wurden die Zahlen von den Vertretern der Schweizer Banken und der jüdischen Organisationen unterschiedlich interpretiert.

Das Komitee möchte nun eine Liste mit Namen von Inhabern aufgefundener Konten publizieren, mit der nach Berechtigten gesucht werden soll. Den endgültigen Entscheid über die Veröffentlichung einer solchen Liste muss die Eidg. Bankenkommission fällen.

Berechtigte von nachrichtenlosen Vermögen, die das Volcker-Komitee findet, sollen - gemäss Vergleich der Schweizer Banken mit den Sammelklägern vom August 1998 - aus der Vergleichssumme von 1,25 Milliarden Dollar entschädigt werden.

SRI und Agenturen

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