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Viele Lawinen, aber keine Opfer

Viele Lawinen wie diese gingen in der Schweiz nieder - Opfer gab es glücklicherweise keine. Keystone

Der viele Schnee und die Lawinen haben in der Schweiz nur wenig Schaden angerichtet. Am Freitag konnte auch die Gotthard-Autobahn wieder geöffnet werden.

Dieser Inhalt wurde am 07. Februar 2003 - 12:58 publiziert

Die Lehren aus dem Winter 1999 und die Prävention haben gewirkt.

"In den folgenden Tagen wird sich die Lage weiter entspannen", sagt Thomas Wiesinger vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos. In vielen Teilen der Alpen konnten die Spezialisten die Lawinengefahr am Freitagmorgen von "gross" auf "erheblich" zurückstufen.

Nord-Süd-Achse wieder offen

Am Freitagmittag konnte auch die Gotthard-Autobahn wieder geöffnet werden. Am Mittwochabend hatte eine Lawine bei Wassen die Autobahn A2 verschüttet. Sie musste gesperrt werden. Damit war die wichtigste Nord-Süd-Verbindung unterbrochen.

Nach Polizeiangaben harrten rund 50 Lastwagenchauffeure bei der Raststätte in Erstfeld aus, um auf die Wiedereröffnung zu warten.

Andere Fahrer kehrten am Donnerstag um und wählten den Weg über den San Bernardino, was dort zur Verkehrs-Überlastung führte. Über 1000 Fahrzeuge warteten am Freitagmorgen auf Ausstell- und Rastplätzen an der Nordrampe.

Schlimme Erinnerungen an 1999

Die vergangenen Tage riefen Erinnerungen wach an den Lawinen-Winter 1999. Wie heute gingen damals in der ganzen Schweiz mehrere hundert Lawinen nieder. In den Bergen herrschte ausserordentliche Lawinen-Gefahr, Schulklassen mussten evakuiert werden, Berg-Gemeinden blieben während mehrerer Tage von der Aussenwelt abgeschnitten. 12 Menschen starben.

Die Behörden haben aus dem Katastrophen-Winter Lehren gezogen und waren dieses Jahr besser vorbereitet.

Das Unmessbare messen

Ein Risikomanagement für Krisenstäbe wurde entwickelt, um bei erneuten grossen Schneefällen die Führung übernehmen zu können - wie in den letzten Tagen.

Auch das Wissen über die Lawinenbildung konnte verbessert werden: Die Forscher am Davoser Lawineninstitut entwickelten zusammen mit dem Nationalfonds ein Computer-Modell, das die Daten aus 144 Messstationen zusammenfasst. Die Simulation zeigt den Aufbau der Schneedecke, die Neuschneemenge oder die Schneedrift - wichtige Daten für die Spezialisten, die täglich eine neue Einschätzung der Lawinengefahr veröffentlichen.

swissinfo und Agenturen

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