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Verspätungen in Zürich-Kloten: Swissair und Crossair sehen von Schadenersatzforderungen ab

Die Fluggesellschaften Swissair und Crossair verzichten auf 4,3 Millionen Franken Schadenersatz von der für die Flugsicherung in der Schweiz zuständige Swisscontrol wegen den teils massiven Flugverspätungen im vergangenen Jahr.

Dieser Inhalt wurde am 08. Februar 2000 - 15:44 publiziert

Die Fluggesellschaften Swissair und Crossair verzichten auf 4,3 Millionen Franken Schadenersatz von der Swisscontrol wegen den teils massiven Flugverspätungen im vergangenen Jahr. Swissair, Crossair und Swisscontrol wollen sich gemeinsam bemühen, die aktuellen Probleme möglichst rasch zu beseitigen.

Nach Gesprächen mit der Flugsicherung Swisscontrol haben die beiden Fluggesellschaften Ende Dezember 1999 beschlossen, auf die Entschädigungsleistungen in Millionenhöhe zu verzichten, wie Swissair-Sprecher Siro Barino auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Dienstag (08.02.) erklärte. Mit einer besseren Zusammenarbeit sollen Lösungen für das Problem der Flugverspätungen gefunden werden.

Die beiden Fluggesellschaften der SAirGroup wollen zunächst die ersten Gesprächsergebnisse der Task Force abwarten, in der alle betroffenen Parteien - also Airlines, Flughäfen, Behörden und Swisscontrol - mitwirken. Die ersten Lösungsvorschläge sollen bis Ende Februar bekannt gegeben werden.

Das Problem der Flugverspätungen hat sich im vergangenen Jahr erheblich verschärft. Insbesondere der Absturz eines EDV-Systems bei der Swisscontrol Ende Juni 1999 führte zu massiven Verspätungen. Gerade dies veranlasste Swissair und Crossair zu ihren Schadenersatzforderungen in der Höhe von 2,3 respektive 2 Millionen Franken.

Seit im letzten Jahr neue Flugrouten in Europa eingeführt wurden, sind die Flugverspätungen am Flughafen Zürich-Kloten ein chronisches Problem. Auch die immer höhere Verkehrsdichte im Luftverkehr und der zwischenzeitliche Krieg auf dem Balkan führten 1999 zu erheblichen Flugverspätungen.

1999 verliessen nur gerade 30 Prozent der Flugzeuge pünktlich den Zürcher Airport. In den Jahren 1996 bis 1998 waren es noch 45 bis 50 Prozent gewesen. Mit 29 Prozent pünktlichen Flügen hat sich die Situation auch im Januar 2000 nicht verbessert, wie Swissair-Sprecher Barino erklärte.

SRI und Agenturen

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