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Verkehrs-Psychologen fordern Änderungen im Verkehrssystem

Am 2. Internationalen Verkehrs-Psychologen-Kongress in Bern (04.-07.09.) steht die Anpassung des Verkehrssystems an den Menschen im Zentrum. Statt Verhaltens-Beeinflussung werden Programme und Vorschläge für ein "sicherers" Verkehrssystem diskutiert.

Dieser Inhalt wurde am 04. September 2000 - 13:01 publiziert

Psychologinnen und Psychologen könnten sich heute in der Verkehrssicherheit nicht mehr nur auf spezial-präventive Interventionen für Risikogruppen konzentrieren, sagte der Direktor der schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), Peter Hehlen, am Montag zur Eröffnung des viertägigen Kongresses.

Die bfu hat den Kongress zusammen mit nationalen und internationalen Psychologenverbänden organisiert.

Der Mensch im Mittelpunkt

Die Psychologie sei gefordert, das System dem Menschen anzupassen, erklärte Hehlen weiter: "Fahrzeuge und Strassen müssen so konzipiert sein, dass sie dem Menschen adäquat sind." Denn ein wichtiger Teil der Grenzen des Systems Strassenverkehrs liege beim Menschen und dessen Leistungsfähigkeit, die oft überschätzt werde.

Dass die Psychologie in der Verkehrssicherheit gefordert sei, betonte auch der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bundesrat Moritz Leuenberger, in seiner Eröffnungsbotschaft.

Laut bfu sterben weltweit über 750'000 Personen im Jahr im Strassenverkehr, in der Schweiz sind es rund 600.

Experten aus 30 Ländern in Bern

Am internationalen Verkehrspsychologenkongress nehmen 300 Verkehrspsychologen sowie weitere Experten aus 30 Ländern teil. In rund 250 Beiträgen über neueste Resultate aus Forschung und Praxis werden die Möglichkeiten und Grenzen des Menschen als Verkehrsteilnehmer erläutert. Der Trend deutet darauf hin, dass künftig vermehrt technische Lösungen oder elektronische Hilfsmittel in den Dienst des Verkehrsteilnehmers gestellt würden.

Die Möglichkeiten und Grenzen der Verkehrsteilnehmer könnten durch die Verkehrspsychologie immer besser bestimmt werden. Erstmals fand eine "International Conference on Traffic and Transport Psychology" (ICTTP) vor vier Jahren in Valencia statt.

swissinfo und Agenturen

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