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Vergleich im Fall des Biber-Konzerns

Die Pleite des Ende 1996 zusammengebrochenen Biber-Konzerns wird mit einem Vergleich bereinigt. Die Grossbanken UBS und CSG leisten einen Dividendenverzicht von 40 Millionen Franken, wie die Konkursverwaltungen mitteilten.

Dieser Inhalt wurde am 16. Dezember 1999 - 16:12 publiziert

Die Pleite des Ende 1996 zusammengebrochenen Biber-Konzerns wird mit einem Vergleich bereinigt. Die Grossbanken UBS und CSG leisten einen Dividendenverzicht von 40 Millionen Franken, wie die Konkursverwaltungen mitteilten.

Die Obligationäre erhalten bis spätestens Ende April 2000 mehr Geld als erwartet. Der Vergleich führt vor allem zur Besserstellung der Obligationäre und weiterer Drittklassgläubiger. Zudem wird die Ausführung einer Abschlagszahlung beschleunigt, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag (16.12.) heisst. Auf Stufe Biber Holding AG soll Obligationären eine Konkursdividende von rund 94 Prozent ausbezahlt werden. Ursprünglich sei sie lediglich auf 30 bis 40 Prozent geschätzt worden. Auf der Stufe der ehemaligen Papierfabrik Biberist und Utzenstorf werden die Forderungen der übrigen Drittklassgläubiger zu 100 Prozent statt zu rund 70 Prozent gedeckt.

Erste Abschlagzahlungen in der Grössenordnung von 80 Prozent sollen bis spätestens Ende April 2000 erfolgen.

Der Vergleich sieht vor, dass die Grossbanken UBS und Credit Suisse Group (CSG) einen Dividendenverzicht von insgesamt 40 Millionen Franken leisten. Die Übereinkunft umfasst alle Ansprüche der beiden Konkursmassen der alten Papierfabrik Biberist und Utzenstorf (PBU) und der Biber Holding AG gegenüber den beiden
Banken.

Die finnischen Käuferinnen der Papierfabriken in Biberist und Utzensdorf erklärten sich ihrerseits bereit, den Kaufpreis um gut 18 Millionen Franken nachzubessern. Damit stehen der Konkursverwalterin neu 199,2 Millionen Franken zur Verteilung an die Gläubiger zur Verfügung.

Der Papierkonzern Biber hatte vor drei Jahren die Papierfabrik Biberist an Metsä-Serla OY und die Zeitungspapierfabrik in Utzensdorf an die ebenfalls finnische Myllykoski OY verkauft. Der Erlös wurde damals mit rund 185 Mio. Fr. angegeben. Im Zuge des nachfolgenden Biber-Konkursverfahren wurde Kritik laut, die Fabriken seien zu billig verässert worden.

Die Biber Holding hatte im Dezember 1996 den Konkurs beantragt und am 21. Januar 1997 die Bilanz deponiert. Wegen der Überschuldung ist das Eigenkapital vollständig verloren. Den Schulden der Unternehmung von 225 Mio. Fr. standen nach dem Verkauf der beiden Papierfabriken Aktiven von rund 90 Mio. Fr. gegenüber.

SRI und Agenturen

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