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Umweltbewusstes Handeln zahlt sich aus

Kurz und intensiv lüften statt Fenster lange offen lassen. swissinfo.ch

Ein sorgsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie, wie das Bundesamt für Umwelt versichert.

Dieser Inhalt wurde am 12. Oktober 2006 - 07:59 publiziert

Eine Studie zeigt, dass mit umweltbewusstem Verhalten pro Person jährlich bis zu 1700 Franken gespart und die Umweltbilanz um 25% verbessert werden könnte.

Wer weniger heizt, Geräte mit einer hohen Energieeffizienz kauft, auf Flugreisen in Europa verzichtet und öffentliche Verkehrsmittel dem Auto vorzieht, spart Geld und schont die Umwelt, wie aus der Studie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) hervorgeht.

Die Erhebung zeigt, wie sich das persönliche Konsumverhalten auf die Umwelt auswirkt. Das BAFU nahm dafür vier Konsumbereiche unter die Lupe: Wohnen, private Mobilität, Konsumgüter und Dienstleistungen sowie Ernährung.

Beim Wohnen lässt sich die persönliche Ökobilanz vor allem durch die Wahl des Wohnorts beeinflussen, weil davon die Verkehrsdistanzen und insbesondere der Arbeitsweg abhängen.

Umweltsünde Europa-Flüge

Fast genauso wichtig ist gemäss der Studie die Wärmeversorgung: Ein Mieter kann seine Ökobilanz um bis zu 10% verbessern, wenn er die Raumtemperatur im Winter um zwei Grad senkt, die Dusche dem Vollbad vorzieht und die Räume kurz, aber intensiv lüftet, statt dauernd ein Fenster offen zu lassen.

Bei der privaten Mobilität erweist sich gemäss der Studie das Flugzeug als Transportmittel für Reisen in Europa als die grösste Umweltsünde, gefolgt vom Geländewagen und vom Personenwagen und schliesslich vom Flugzeug auf Mittel- und Langstreckenflügen.

In der Schweiz allein ist das Auto laut BAFU für die grösste Verschmutzung verantwortlich. Wer der Umwelt Gutes tun will, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, eine nahe Feriendestination wählen oder sein Auto mit mehr als einer Person auslasten.

Gemüse statt Fleisch

Konsumenten, welche die Beschaffung von Konsumgütern und Dienstleistungen auf ein vernünftiges Niveau beschränken, schonen die Umwelt. Wichtig sei dabei vor allem, dass sie beim Kauf von Elektrogeräten auf eine hohe Effizienzklasse achten und die Wäsche an der Luft statt in Trockner trocknen lassen.

Damit liessen sich pro Jahr und Person rund 180 Franken einsparen, schreibt das BAFU.

Schliesslich hat auch die Ernährung einen Einfluss auf die Umwelt: Wer Agrarprodukte wählt, die umweltverträglich produziert wurden, und weniger Fleisch, dafür mehr Gemüse, Milchprodukte und Getreide isst, schone natürliche Ressourcen.

swissinfo und Agenturen

AKTIVE UND PASSIVE UMWELTBELASTUNG

Entsprechend einer integrierten Ressourcenpolitik betrachtet die Studie die gesamte Lebensdauer der Produkte, das heisst die Herstellung, den Erwerb, den Gebrauch bzw. die Nutzung sowie die Entsorgung.

In bestimmten Bereichen wie Wohnen oder private Mobilität ist die Umweltwirkung eher vom Gebrauch bzw. der Nutzung abhängig als von der Herstellung. Der Nachhauseweg oder die Heizung der Wohnung wirken sich stärker auf die Umwelt aus als die Erstellung oder der Abbruch eines Wohngebäudes.

Auch für gewisse "aktive" Konsumgüter wie beispielsweise einen Wäschetrockner, einen Kühlschrank oder Lampen ist die Wirkung während des Gebrauchs bedeutender als bei der Herstellung.

Für all diese Beispiele gilt: Ausschlaggebend ist der von der Konsumentin oder vom Konsumenten getroffene Entscheid zur Beschränkung der Auswirkungen während des Gebrauchs.

Demgegenüber weisen "passive" Güter wie etwa Teppiche, die während ihres Gebrauchs kaum Energie benötigen oder Ressourcen beanspruchen, bei ihrer Herstellung oder Entsorgung stärkere Umweltwirkungen auf. Dies ist auch bei Lebensmitteln der Fall.

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