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UMTS-Auktion: Verschiebung umstritten

Verschoben. Keine Angebote unter www.umtsauction.ch. Keystone

Unterschiedliche Reaktionen auf die Verschiebung der UMTS-Auktion in der Schweiz. Die Telekom-Unternehmen sind befremdet. Kommunikations-Minister Moritz Leuenberger und die Gewerkschaften begrüssen die Verschiebung.

Dieser Inhalt wurde am 13. November 2000 - 13:30 publiziert

Eine Auktion mit vier Anbietern wäre ohne Probleme durchführbar gewesen, sagte Swisscom-Sprecher Sepp Huber am Montag (13.11.). Die Versteigerung sei transparent und öffentlich angekündigt worden. Die Spielregeln seien seit längerem bekannt. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) könne nicht einfach die Regeln ändern. Die Swisscom erwarte, dass die Auktion wie geplant stattfinde.

Argumentation des BAKOM wenig überzeugend

"Wir sind über das Vorgehen des Bakom befremdet", sagte Orange-Sprecherin Therese Wenger. Irritiert sei das Unternehmen vor allem darüber, dass sich das Bakom noch am vergangenen Freitag vehement für eine Auktion ausgesprochen habe.

Für die Verschiebung müsse es andere Gründe geben. Die Argumentation, das neue Gespann diAx/Sunrise müsse zuerst unter die Lupe genommen werden, überzeuge nicht. Wie Huber findet auch Wenger, dass Sunrise ihre Teilnahme an der Auktion regelkonform zurückgezogen habe.

Leuenberger für die Verschiebung

Kommunikationsminister Bundesrat Moritz Leuenberger hat die Verschiebung der UMTS-Lizenzvergabe begrüsst. "Mit nur noch vier Bietern für vier Lizenzen kann von echtem Wettbewerb keine Rede mehr sein", sagte Leuenberger in Bern.

Die Behörden seien in allerletzter Sekunde informiert worden, dass diAx und Sunrise fusionieren wollten. Zudem habe sich bereits letzte Woche die Zusammensetzung der Aktionäre bei Swisscom und bei Orange verändert.

Lob der Gewerkschaften

Die Gewerkschaft Kommunikation nimmt laut eigenen Angaben mit "Genugtuung" von der Auktions-Verschiebung Kenntnis. So werde einer volkswirtschaftlich fragwürdigen Preistreiberei Einhalt geboten. Sie fordert erneut, dass ein fester und fairer Preis für die Mobilfunklizenzen festgesetzt wird.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund teilt diese Meinung. Die Lizenzen müssten an jene Bieter vergeben werden, die am besten Gewähr für technische und soziale Kompetenz sowie Zuverlässigkeit bieten. Die jetzige Denkpause sollte genutzt werden, um in diesem Sinne vorzugehen.

swissinfo und Agenturen

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