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UBS will US- Investmenthaus PaineWebber kaufen

PaineWebber soll in die UBS Warburg integriert werden. swissinfo.ch

Die Schweizer Grossbank UBS will für umgerechnet rund 18 Mrd. Schweizer Franken (10,8 Mrd. Dollar) das New Yorker Finanzinstitut PaineWebber übernehmen. Durch den Zusammenschluss entstünde die grösste weltumspannende Privatbank.

Dieser Inhalt wurde am 12. Juli 2000 - 13:25 publiziert

Laut Mitteilung vom Mittwoch (12.07.) offeriert die UBS pro PaineWebber-Aktie 73,50 Dollar. Der Preis liegt damit 47 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag (11.07.). Die Übernahmepreis soll je zur Hälfte in bar und Aktien entrichtet werden.

Pro PaineWebber-Aktie werden 0,4954 UBS-Aktien geboten. Die Fusion wird vom Verwaltungsrat der US-Bank empfohlen und auch von den beiden grössten PaineWebber-Aktionären, General Electrc und Yasuda Mutual Life, unterstützt.

Die beiden Firmen halten gemeinsam rund 30 Prozent der PaineWebber-Aktien. Die Aktionäre sollen ab 2001 von höheren Gewinnen profitieren.

Der Zusammenschluss muss noch von den Aktionären und den zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden. Der Abschluss der Transaktion wird für kommenden November erwartet.

PaineWebber soll vollständig in UBS Warburg integriert werden, in den USA aber weiterhin unter eigenem Namen operieren. Durch den Zusammenschluss würde die UBS ihren Privat- und Investmentbankberich massiv ausbauen.

PaineWebber ist das viertgrösste Broker in den USA und beschäftigt 8'554 Broker in 385 Büros. Die Bank verwaltet Kundengelder in der Höhe von 452 Mrd. Dollar.

UBS-Konzerchef Marcel Ospel bezeichnete die bevorstehende Übernahme als grossartige Neuigkeit für Kunden, Angestellte und Aktionäre beider Firmen. Mit der Fusion werde eine globale Investment-Service-Firma entstehen, in welcher die internationale Reichweite und Produktepalette der UBS mit PaineWebbers führender Position im US-Markt zusammenspielten.

Donald B. Marron, Konzernchef von PaineWebber, zeigte sich überzeugt, dass das Zusammengehen von UBS und PaineWebber der "richtige Zusammenschluss mit dem richtigen Partner zur richtigen Zeit" wäre. Er sei zuversichtlich, dass die Kundschaft das ausgeweitete Angebot zu schätzen wisse.

Nicht zuletzt öffneten sich dadurch den PaineWebber-Angestellten neue interessante Perspektiven.

UBS auch im zweiten Quartal erfolgreich

Die UBS hat im 2. Quartal 2000 einen Gewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen von 2,16 Mrd. Fr. erzielt. Dieser liegt um 134 Prozent über der Vorjahresperiode, aber um 2 Prozent hinter dem 1. Quartal 2000. Die detaillierten Quartalsergebnisse werden erst am 22. August bekanntgegeben.

Keine Begeisterung an der Börse

Die Schweizer Börse hat auf den angestrebten Milliardendeal der Grossbank UBS mit dem amerikanischen Investmenthaus PaineWebber und auf die provisorischen Halbjahreszahlen der UBS zunächst unerwartet ungnädig reagiert.

Der Kurs der UBS-Aktie, deren Handel am Mittwochmorgen bis 11.00 Uhr suspendiert war, verlor kurz nach Handelsaufnahme über 5 Prozent. Marktbeobachter hatten zuvor erwartet, dass der Kurs anziehen werde.

swissinfo und Agenturen

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