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Tunesien-Besuch von Bundesrat Deiss von Menschenrechtsfragen überschattet

Bundesrat Joseph Deiss besucht heute Montag (01.05.) Tunesien. Die Reise ist überschattet von Vorwürfen von Menschenrechtsorganisationen. Ein Journalist und Angehörige führen sogar einen Hungerstreik, um die fehlende Pressefreiheit anzuprangern.

Dieser Inhalt wurde am 01. Mai 2000 - 09:41 publiziert

Bundesrat Joseph Deiss besucht heute Montag (01.05.) Tunesien. Die Reise ist überschattet von Vorwürfen von Menschenrechtsorganisationen. Ein Journalist und Angehörige führen sogar einen Hungerstreik, um die fehlende Pressefreiheit anzuprangern.

Der Hungerstreik des Journalisten wird anlässlich des Besuchs von Joseph Deiss zur Sprache kommen. "Man kann nicht über die Pressefreiheit sprechen, ohne den tunesischen Journalisten Taoufik Ben Brick zu erwähnen", sagte auf Anfrage Ruedi Christen, Informationschef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Ein Menschenrechtsspezialist des EDA werde die Delegation nach Tunesien begleiten.

Als Reaktion auf die Ablehnung seiner Freilassung aus dem Gefängnis ist Jelal Ben Brick, der Bruder des tunesischen Journalisten Taoufik Ben Brick, am Sonntag ebenfalls in den Hungerstreik getreten. Taoufik verweigert bereits seit 27 Tagen die Nahrung.

Ab Montag wollen zudem fünf weitere Geschwister - Nejib, Saida, Jamel, Fathi und Najet - aus politischem Protest hungern. Diese weitere Zuspitzung des Falls gab die Schwester Najet Ben Brick am Sonntagabend in Paris in einem Communiqué bekannt.

In einem Fax hat sich Najet zuvor mit der Bitte an Bundesrat Joseph Deiss gewendet, zu Gunsten ihrer beiden Brüder zu intervenieren.

Verurteilung durch internationale Organisationen

Der Journalist und Menschenrechtsaktivist Taoufik Ben Brick führt einen Hungerstreik aus Protest gegen den Entzug seines Passes und das Verbot, über die Menschenrechtslage in Tunesien zu berichten. Mehrere internationale Organisationen verurteilten die Einschüchterungsaktionen gegen den Journalisten.

Während seines zweitätigen Besuchs wird der Vorsteher des EDA seinen tunesischen Amtskollegen Habib Ben Yahia treffen. Neben der heikeln Frage der Respektierung von Menschenrechten besprechen die Minister die bilateralen Beziehungen und die Situation im Maghreb.

swissinfo und Agenturen

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