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Tourismus-Verbände fordern mehr politische Unterstützung

Die Tourismus-Verbände der Schweiz fordern mehr Unterstützung durch Politik und Verwaltung. An einer Medienkonferenz in Bern machten sie am Mittwoch (08.03.) auf ihre Anliegen aufmerksam. Der Tourismus müsse gleiche Chancen wie andere Exportzweige haben.

Dieser Inhalt wurde am 08. März 2000 - 12:49 publiziert

Die Verbände GastroSuisse, Schweizer Tourismus- Verband (STV) und Schweizer Hotelier-Verein fühlen sich von Politik und Verwaltung vernachlässigt und zu wenig ernst genommen. Für den Aufschwung in der Branche seien auch politische Signale notwendig.

Mit dem gemeinsamen Auftritt wollten die Branchenspitzen am Mittwoch (08.03.) in Bern Politik und Öffentlichkeit auf die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus aufmerksam machen.

Eine Tatsache, die früher den Schweizerinnen und Schweizer wenn nicht mit der Muttermilch, dann spätestens in der Primarschule eingeflösst worden ist, wie STV-Präsident Franz Steinegger vor den Medien ausführte.

Der Schweizer Tourismus leide nicht nur unter seinen kleinbetrieblichen Strukturen, sondern auch unter den Defiziten bei Innovation, Gastlichkeit und Qualität sowie der mangelnden Zusammenarbeit. Doch: "Die Tourismuswirtschaft ist dabei, ihre Hausaufgaben zu machen", zeigte sich Steinegger überzeugt. Ein Beispiel sei im Bereich Qualitätssicherung das neue Gütesiegel.

Aber auch die Politik müsse ihren Beitrag leisten. Gefordert werde keine Vorzugsbehandlung, sondern ganz simpel, dass der Tourismus nicht schlechter gestellt werde als andere Exportbranchen. Entgegen der oft geäusserten Meinung seien Gastgewerbe und Tourismus "sicher nicht privilegiert", betonte der Urner Nationalrat.

Ihren Politanlass im Bundesbern nutzen die drei Spitzenverbände um ihre Erwartungen gegenüber den Parlamentariern und den Vertretern der Verwaltung zu konkretisieren. So sollen die Anliegen der Branche, die rund 300'000 Personen beschäftigt, bei der Ausarbeitung von Gesetzen und Verordnungen besser berücksichtigt werden.

Zudem wird ein weiteres Mal gefordert, Steuer- und Abgabebelastung zu verringern und die Sozialleistungen nicht auszubauen. Ferner sei es der Branche nicht zuzumuten, dass die Kontingente für ausländische Saisonarbeitskräfte weiter gekürzt und das Betäubungsmittelgesetz auf Alkohol und Nikotin ausgeweitet werde.

swissinfo und Agenturen

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