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Teures Katastrophen-Jahr 2007

Gewalt der Natur: Ein Windsturm wirft im Januar 2007 einen Zug der Appenzellerbahn aus den Schienen. Keystone

Der weltweit grösste Rückversicherer Swiss Re rechnet 2007 mit Schadenansprüchen in Folge von Naturkatastrophen von rund 41,5 Mrd. Franken, fast dreimal soviel wie 2006.

Dieser Inhalt wurde am 10. September 2007 - 15:52 publiziert

Trotz Trend zu steigenden Schadenforderungen aus Naturkatastrophen prognostiziert Swiss Re der Branche für 2007 "solide Ergebnisse".

Trotz langfristigem Trend zu hohen Naturkatastrophenschäden sieht sich der Schweizer Rückversicherer für die anstehende Erneuerungsrunde im kommenden Januar gut gerüstet. Dies dank seiner breiten Kundenbasis, eines diversifizierten Geschäftsportefeuilles und seiner Finanzstärke.

Die Versicherungswirtschaft insgesamt werde angesichts der massiv gestiegenen Schadenansprüchen im laufenden Jahr voraussichtlich solide Ergebnisse erzielen, schätzt die weltweite Nummer 1.

Profit vor Volumen

Wie Jacques Aigrain, Präsident der Swiss-Re-Geschäftsleitung, im Vorfeld des Branchentreffens in Monte Carlo bekannt gab, bleiben die Marktbedingungen insgesamt gut. Die Kunden würden ihrer Beziehung mit Swiss Re eine grosse Bedeutung zumessen.

Der Rückversicherer werde seine Ressourcen auf jene Bereiche konzentrieren, in denen die attraktivsten Renditen erzielt würden. Das Hauptaugenmerk werde dem Wachstum des wirtschaftlichen Profits gelten, wenn nötig auch auf Kosten des Prämienvolumens.

Zentrales Risikomanagment

Aigrain zeigte sich überzeugt, dass Swiss Re mit seiner konsequenten Zeichnungspolitik, mit dem Sachverstand im Risikomanagement und dem Zugang zu den Kapitalmärkten in einer günstigen Position ist, um den Kunden attraktive Lösungen anbieten zu können.

Die jüngsten Schwankungen an den Kapitalmärkten verdeutlichten zudem erneut, wie wichtig die Rückversicherung als ein wirksames Mittel zur Diversifizierung von Risiken sei. Swiss Re erwartet deshalb einen positiven Einfluss auf die Nachfrage.

Laut Swiss Re gibt es deutliche Anzeichen, dass das Bekenntnis zur Zeichnungsdisziplin im Markt Bestand haben wird. So hätten Erst- und Rückversicherer im laufenden Jahr die Rückzahlung von etwa 45 Mrd. Franken an ihre Aktionäre in Form von Aktienrückkäufen bekannt gegeben. Davon entfallen sechs Mrd. Franken auf Swiss Re.

Positives Echo

Auch die Einführung von Solvency II als eine Regelung, die einen transparenteren Ansatz im Risikomanagement begünstigt, wird die Rückversicherungsnachfrage weiter ankurbeln. Dennoch sind die Preise in einzelnen Sparten, insbesondere in einigen Bereichen des amerikanischen Haftpflichtgeschäfts, auf ein Niveau zurückgegangen, bei dem die erforderlichen Renditen für die Aktionäre nicht mehr gewährleistet sind.

Laut Heinrich Wiemer, Analyst bei der Bank Vontobel, bestätigen die Aussagen seine Sicht, wonach die Versicherer nicht zu jedem Preis Geschäfte machen. Es handle sich zudem um eine gute Nachricht, dass sich jemand wage zuzugeben, dass einige Preise nicht ausreichend seien.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Rückversicherer sind die Versicherungen der Versicherungen. Diese können sich bei Swiss Re gegen hohe Risiken wie beispielsweise Natur- oder Umweltkatastrophen versichern.

Swiss Re ist auch die Nummer 1 bei der Rückversicherung von Lebens-Versicherungen.

Die Swiss Re-Gruppe wurde 1863 als Schweizer Rück gegründet.

Im November 2005 hat sie die Mehrheit des Rückversicherungs-Geschäfts des US-Konzerns General Electric Insurance Solutions übernommen.

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Fakten

Geschäftsjahr 2006 (in Mrd. Fr.)
Verdiente Beiträge: 29,5 (+9,8%)
Netto-Ertäge aus Kapitalanlagen: 7 (+13,9%)
Ergebnis vor Steuern: 5,9 (+128,8%)
Überschuss: 4,6 (+97,9%)

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