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Sydney 2000: Risi / Betschart in der Américaine enttäuschend

Bruno Risi (r.) schiebt seinen Teamkollegen Kurt Betschart an Keystone

In der Américaine gab es für die Schweizer Radfahrer kein Erfolgserlebnis. In der 60-Kilometer-Prüfung kamen die beiden Innerschweizer Bruno Risi und Kurt Betschart nur auf den 11. Platz. Das Rennen gewann das Duo Scott McGrory / Brett Aitken (Au).

Dieser Inhalt wurde am 21. September 2000 - 16:31 publiziert

Die beiden Schweizer hatten die Taktik gewählt, in der ersten Rennhälfte die Gegner zu beobachten und dann auf den letzten 30 Kilometern auf den Rundengewinn auszugehen.

Dieses Vorhaben wäre beinahe aufgegangen: 38 Runden vor Schluss erwischte Risi genau den richtigen Moment für einen Solo-Vorstoss. Vier vorhergehende Attacken der beiden Urner in der Gesellschaft anderer Fahrer waren vergleichsweise schnell neutralisiert worden.

Nach dem erfolgreichen Angriff blieben die Schweizer zwanzig Runden oder fünf Kilometer alleine in Front, eine halbe Runde machte ihr Vorsprung aus. Mit zwei oder drei weiteren Ablösungen hätten sie jenen Rundengewinn geschafft, der ihnen mit grösster Wahrscheinlichkeit den Olympiasieg eingetragen hätte - unter stiller Mitwirkung ihrer Kollegen aus dem Sechstage-Geschäft.

Silvio Martinello / Marco Villa, Juan Llaneras / Isaac Galvez, aber auch McGrory / Aitken fuhren jeweils an die Balustrade hoch und zeigten sich an einer Verfolgung desinteressiert. An ihrer Stelle erhöhten Wasil Jakowlew und Aleyander Fedenko (Ukr) das Tempo, es folgte der nächste Punktesprint, und damit war die grosse Gelegenheit vertan.

Zu diesem Zeitpunkt lag das Duo Risi / Betschart auf dem achten Zwischenrang. Ein Gewinn der letzten Wertung mit der doppelten Punktzahl hätte ihnen noch zur Silber- oder Bronzemedaille verholfen, wenn die Engländer oder Italiener nicht gepunktet hätten.

Doch an die Umsetzung dieser Theorie war nicht zu denken: Die beiden Urner waren von der Vorausfahrt völlig ausgepumpt; bei der Schlusswertung passierten sie das Ziel weitabgeschlagen in einer der hintersten Positionen.

swissinfo und Agenturen

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