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Swatch: Ziel verfehlt - aber positive Aussichten

Mit Luxusuhren macht Swatch das grosse Geld. Keystone

Die Swatch Group liegt 2004 mit ihrem Reingewinn von 512 Mio. Franken unter den Erwartungen. Verantwortlich dafür macht sie den schwachen Dollar.

Dieser Inhalt wurde am 23. März 2005 - 12:02 publiziert

Den Start ins Jahr 2005 bezeichnet das Unternehmen jedoch als sehr positiv und viel versprechend.

Der Reingewinn der Swatch Group stieg im Vorjahresvergleich um 4,1% auf 512 Mio. Franken. Das ist etwas weniger, als die Finanzanalysten erwartet hatten.

Der Umsatz nahm um 4,7% auf 4,152 Mrd. Franken zu. Das Wachstum im Uhrensegment hat sich mit 9,1% in Lokalwährungen mit 7,3% erneut überdurchschnittlich entwickelt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 9,6% auf 651 Mio. Franken. Der Gewinn wurde, so das Unternehmen, vom schwachen Dollar stark beeinträchtigt.

Die Dividende soll um 21% auf 1,75 Franken pro Inhaberaktie, beziehungsweise 0,35 Franken pro Namenaktie, erhöht werden. Zudem ist ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in der Höhe von rund 250 Mio. Franken geplant.

Überdurchschnittliche Entwicklung im Luxus-Segment

Das Umsatzwachstum der zweiten Jahreshälfte konnte nicht ganz an dasjenige des ersten Halbjahres anknüpfen, dies vor allem wegen der stark negativen Währungseinflüsse.

Trotz der negativen Währungseinflüsse sowie der Marketing-Investitionen im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen konnte die operative Gewinnmarge auf hohem Niveau gehalten werden.

Dies hängt laut Swatch Group auch mit der überdurchschnittlichen Entwicklung im Luxussegment zusammen, in welchem die höchsten Margen erzielt wurden.

Weitere Steigerungen der operativen Gewinnmarge werden angestrebt, vor allem durch den Ausbau des Luxusgüter-Segmentes. Aber auch die übrigen Uhrensegmente wiesen allesamt weiterhin Umsatz- und Gewinnpotenzial auf.

Optimistischer Ausblick

Im Ausblick für das laufende Jahr gibt sich die Swatch Group zuversichtlich: Der Start sei viel versprechend verlaufen und habe in den Monaten Januar und Februar bei Umsatz und Gewinn neue Rekordwerte gebracht.

Die geografische Positionierung wurde verstärkt, was zu weiteren Marktanteils-Gewinnen in allen Regionen führte, so Swatch.

Die Gruppe werde alles daran setzen, ihre Stellung als Weltmarktführerin zu behaupten und zu festigen. Damit sei auch eine weitere Steigerung der Profitabilität verbunden.

Grundsätzlich positiv gestimmte Analysten

Analysten verwiesen zwar auf das schlechter als erwartete Ergebnis, kommentierten die Dividenden-Erhöhung und den geplanten Aktienrückkauf aber positiv.

"Ein sehr positives Zeichen wird mit der erhöhten Dividende und vor allem mit dem Aktienrückkauf-Programm im Umfang von 250 Mio. Franken oder rund 2,5% der Kapitalisierung gesetzt", so etwa Bank Vontobel-Analyst Christian Arnold.

Die Zürcher Kantonalbank verwies auf den guten Start und die "aktionärsfreundlichen Massnahmen".

swissinfo und Agenturen

Fakten

Swatch 2004 in Zahlen:

Reingewinn: 512 Mio. Franken (+4,1% gegenüber 2003)
Umsatz: 4,15 Mrd. Franken (+4,7%)
Betriebsergebnis: 651 Mio. Franken (+9,6%)
Vorgeschlagene Dividende: 1,75 Franken pro Inhaberaktie (+21%) und 0,35 Franken pro Namenaktie.

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In Kürze

Die Swatch Groupe ist die grösster Uhrenherstellerin der Welt.
Sie produziert Marken wie Bregeut, Blancpain, Omega, Longines, Tissot, Rado, Hamilton, Certina, Calvin Klein und Swatch.
Swatch war die offizielle Zeitnehmerin an den olympischen Spielen in Atlanta (1996), Sydney (2000) und Athen (2004).
Omega soll an den olympischen Spielen in Turin (2006), in Peking (2008 und Vancouver (2010) die Zeitmessung übernehmen

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