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Sulzer: Trotz Verkauf möglichst viele Arbeitsplätze erhalten

Im Rahmen des geplanten Verkaufs eines Grossteils des Sulzer-Industriebereichs sollen möglichst viele Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten bleiben. Auf diesen Grundsatz einigte sich die Konzernleitung mit den Schweizer Sozial-Partnern.

Dieser Inhalt wurde am 13. Dezember 2000 - 13:44 publiziert

Für die auf der Verkaufsliste stehenden Sulzer-Gesellschaften sollen Eigentümer gefunden werden, welche die Firmen mit strategischen Absichten weiterführen wollen und ihnen ein Erfolg versprechendes Umfeld verschaffen können, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch (13.12.). Reine Financiers seien damit nicht die Wunsch-Käufer, führte Sulzer-Sprecher Markus Niederhäuser dazu aus.

Insbesondere sollen im Rahmen des Verkaufs, von dem in der Schweiz rund 4'200 Personen betroffen sind, die bestehenden Schweizer Standorte und so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten bleiben.

Auch soziale Aspekte sollten angemessen berücksichtigt werden, hielten die Sulzer-Konzernleitung, die Arbeitnehmer-Vertretungen, der Arbeitgeber-Verband Swissmem, der Angestellten-Verband VSAM, die Kader-Organisation SKO, der Kaufmännische Verband SKV sowie die Gewerkschaften SMUV und Syna in der gemeinsamen Erklärung fest.

Absichtserklärungen im Zentrum

Kernstück sind gemäss der Mitteilung mehrere von Sulzer und den Sozialpartnern vorbehaltlos unterstützte Absichten. Konkret sollen der Gesamtarbeits-Vertrag, die geltenden Anstellungs-Bedingungen und die Mitwirkungs-Möglichkeiten der Arbeitnehmer-Vertretungen weiter gewährleistet werden.

Zudem sollen bisherige Sulzer-Mitarbeiter auch bezüglich der Pensionskasse möglichst keine Abstriche machen müssen. Aus diesem Grund öffnet Sulzer nach Angaben Niederhäusers ihre Pensionskasse für Aussenstehende.

Keine Garantien

Auch wenn die gemeinsame Absichtserklärung keinerlei Garantien böten, hätten die Arbeitnehmer nun doch ein Druckmittel zur Hand, erklärte Bruno Junker, der Präsident der Sulzer-Arbeitnehmer-Vertretung. Entscheidend sei nun der konkrete Umsetzungsprozess. Im Hinblick auf die Verhandlungen sei die Position der Arbeitnehmer verstärkt worden.

Die Gewerkschaft SMUV kann ebenfalls gut mit dem Papier leben, wie der für die Region zuständige Industriesekretär Oswald Ulrich sagte. Trotzdem bedauerte er, dass in den Gesprächen nur eine gemeinsame Absichtserklärung und keine eigentliche Vereinbarung mit zwingenden Massnahmen und Garantien erreicht worden sei.

Erster Abschluss demnächst möglich

Sulzer hatte am 18. September den Ausstieg aus dem klassischen Maschinenbau bekanntgegeben. Seither sucht der Konzern Käufer für seinen Haustechnik-Bereich Infra, seine Einheiten Pumpen und Turbo (Kompressoren/Turbinen), den Textilmaschinenbau sowie die Grosskompressoren-Sparte Burckhardt. Diese Bereiche beschäftigen weltweit 14'600 Personen.

Wie Sulzer-Sprecher Niederhäuser ausführte, gibt es für alle Bereiche Interessenten. Er geht davon aus, dass in den nächsten Wochen ein erster Abschluss realisiert werden kann. In Marktkreisen wird damit gerechnet, dass für Turbo demnächst Verträge unterzeichnet werden können. Auch die Verhandlungen um Infra seien weit fortgeschritten. Sulzer kommentierte diese Spekulationen nicht.

swissinfo und Agenturen

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