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Straumann Q3: Währungseffekte schmälern Umsatz - Ausblick bestätigt (AF)

Dieser Inhalt wurde am 28. Oktober 2010 - 08:37 publiziert

(Meldung durchgehend ergänzt, insbesondere um Angaben zu den Regionen)
Basel (awp) - Straumann ist im dritten Quartal 2010 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld in Lokalwährungen gewachsen. In Schweizer Franken führten hingegen negative Währungseffekte zu einem Umsatzrückgang. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr gibt sich das Management vorsichtig, was das Marktumfeld betrifft, stellt aber weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum des Unternehmens in Aussicht. Auch die Annahmen für das Gesamtjahr werden unverändert beibehalten.
Der Konzernumsatz sank im dritten Quartal um 3,9% auf 161,6 Mio CHF. In Lokalwährungen (LW) resultierte hingegen ein Plus von 2,5%, wie die Herstellerin von Dentalimplantaten am Donnerstag mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der Auguren knapp verfehlt. Von AWP befragte Analysten haben im Vorfeld einen Gesamtumsatz von 164,9 Mio CHF für das dritte Quartal prognostiziert.
"Die Umsätze entsprechen unseren Erwartungen", sagte CEO Beat Spalinger zu AWP. Allerdings hätten sich die Währungskurse stark negativ entwickelt, was den Umsatzrückgang in Schweizer Franken bedingt.
Getragen worden sei das Wachstum von höheren Verkaufsvolumen bei den Implantaten. Vor allem die Bone Level Implantate würden sich weiterhin starker Marktresonanz erfreuen. Weitere Impulse seien von kürzlich eingeführten Produkten wie Roxolid und Allograft ausgegangen, heisst es weiter. Jedoch wurden beim CADCAM-Geschäft im Jahresvergleich tiefere Umsätze verbucht. Dies sei darauf zurückzuführen, dass potentielle Kunden die Einführung des neuen Laborscanners und CADCAM-Systems abgewartet hätten, die beide Ende drittes Quartal bereitstanden. Die Umsätze von CADCAM-Elementen stiegen aber weiter an.
Nach Regionen betrachtet verzeichnete Europa, der grösste Markt des Unternehmens, einen Umsatzrückgang um 9,0% auf 92,4 Mio CHF (+1,2% in LW). Dies entspricht 57,2% des Konzernumsatzes. Die bescheidene Gesamtleistung spiegle die weiterhin schwierige Marktsituation wieder, die geprägt ist von anhaltend hoher Arbeitslosigkeit in wichtigen Märkten wie Italien oder der Iberischen Halbinsel. Auch der signifikante Währungseffekt zeichnete für einen Teil des Umsatzrückganges verantwortlich.
In Nordamerika hingegen erzielte Straumann "ein ermutigendes" Quartalsergebnis. Der Umsatz wuchs in CHF um 3,6% auf 38,2 Mio CHF, in LW resultierte ein Plus von 6,9%. Der negative Währungseffekt wirkte sich hier weniger stark aus. Getragen wurde das Wachstum in Kanada und den USA vor allem durch Implantate.
In der Region Asien/Pazifik stieg der Umsatz auf 24,6 Mio CHF, was einem Wachstum von 2,7% entspricht. Anders als in den beiden anderen Regionen profitierte Straumann dabei von einem positiven Währungseffekt. In Lokalwährungen sank der Umsatz um 0,6%, vor allem aufgrund einbrechender Umsätze im japanischen Markt. Im Rest der Welt verzeichnete der Dentalimplantate-Hersteller ein Wachstum von 11,2% auf 6,5 Mio CHF.
Für die ersten neun Monate weist Straumann einen Umsatz von 554,1 (VJ 552,3) Mio CHF aus, 0,3% mehr als im Vorjahr (+3,7% in LW).
Da das Verbrauchervertrauen weiterhin fragil sei, sei man vorsichtig mit Prognosen über die kurzfristige Entwicklung der Märkte und über den Zeitpunkt einer nachhaltigen Wirtschaftserholung, heisst es. "Trotzdem sind wir aufgrund unseres äusserst wettbewerbsfähigen Produktangebots zuversichtlich, dass wir über das Gesamtjahr schneller wachsen werden als der Markt", so der CEO.
Die Annahmen für das Gesamtjahr werden unverändert beibehalten. Entsprechend wird weiter ein Umsatz (in Schweizer Franken) und eine operative Marge "auf mindestens dem gleichen Niveau wie im Vorjahr" erwartet. "Obschon das Übertreffen des Vorjahresniveaus sowohl beim Nettoumsatz in Schweizer Franken als auch bei der operativen Marge angesichts der verstärkten Währungseinflüsse eine Herausforderung darstellt", warnt der CEO.
Das Marktwachstum wird für 2010 weiterhin im niedrigen einstelligen Prozentbereich gesehen.
dl/ch/ra

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