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Straumann Q3: Umsatz weiterhin rückläufig - Ausblick bestätigt (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 25. Oktober 2011 - 16:50 publiziert

Basel (awp) - Der Dentalimplantatehersteller Straumann hat im dritten Quartal 2011 einmal mehr einen Umsatzrückgang verzeichnet. Dies war jedoch hauptsächlich Wechselkurseffekten geschuldet, denn organisch verzeichnet das Unternehmen weiterhin solides Wachstum. Vor allem in Nordamerika und den aufstrebenden Märkten konnten zweistellige Wachstumsraten verzeichnet werden. Trotz einem sich tendenziell verlangsamenden Marktwachstum hat Straumann deshalb auch die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt.
Im dritten Quartal erzielte die Gruppe einen um 6,7% tieferen Umsatz von 150,7 Mio CHF. In Lokalwährungen (LW) resultierte hingegen ein Plus von 5,1%, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In Europa, dem grössten Markt des Unternehmens, sank der Umsatz um 8,7% auf 84,4 Mio CHF (+1,7% in LW). In Nordamerika verringerte sich der Umsatz um 7,8% auf 35,2 Mio CHF (+11% in LW), in Asien/Pazifik um 2,1% auf 24,0 Mio CHF (+5,2% in LW). Im Rest der Welt resultierte hingegen ein Wachstum von 9,8% auf 7,1 Mio CHF (+18% in LW).
Damit hat Straumann die Erwartungen der Auguren leicht übertroffen. Von AWP befragte Analysten haben im Vorfeld einen Gesamtumsatz von 149,0 Mio CHF für das dritte Quartal prognostiziert.
Für die ersten neun Monate weist Straumann einen um 6,5% tieferen Umsatz von 518,0 Mio CHF aus (+4,9% in LW). Dabei haben negative Währungseinflüsse den Nettoumsatz der Gruppe um 60 Mio CHF geschmälert.
WACHSTUM IN ALLEN REGIONEN - EUROPA NACH WIE VOR SCHWACH
Organisch haben alle Regionen in den ersten neun Monaten Wachstum erzielt. Mit einem Plus von fast 10% in LW steuerte dabei Nordamerika gut 40% des Gesamtwachstums bei. Im dritten Quartal beschleunigte sich das Wachstum gar auf 11% in LW.
In Europa verzeichnete Straumann ein leichtes organisches Wachstum von 1,4% (9Mte) respektive 1,7% (Q3). Hier haben sich vor allem das Problem mit der Staatsverschuldung, hohe Arbeitslosigkeit und die Angst vor einer neuerlichen Rezession im kommenden Jahr schlecht auf das fragile Konsumentenvertrauen ausgewirkt.
Asien/Pazifik verzeichnete weiterhin ein solides Wachstum. Hier stieg der Umsatz in LW um 5,4% (9Mte) respektive 5,2% (Q3). Die Ergebnisse in Asien wurden vom Wachstum in China und Japan angetrieben, das Ergebnis in Korea fiel unter die Vergleichswerte des Vorjahres. Im "Rest der Welt" verzeichnete die Gruppe das stärkste Wachstum, mit einem Plus von 31% (9Mte) respektive 18% (Q3). Zurückzuführen sei dies auf den Ausbau der Kundenbasis in Brasilien und einer starken Geschäftsentwicklung in Mexiko.
AUSBLICK FÜR GESAMTJAHR BESTÄTIGT - MARKTWACSTUM DÜRFTE SICH VERLANGSAMEN
Angesichts der gegenwärtigen makroökonomischen Unsicherheiten geht Straumann davon aus, dass sich die Erholung der Märkte verlangsamt. "Tendenziell hat sich das Marktwachstum im dritten Quartal gegenüber Q2 weiter verlangsamt", erklärte CEO Beat Spalinger im Interview mit AWP. Deshalb wird im gesamten Jahresverlauf ein Marktwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Der Dentalimplantatehersteller erwartet aber weiterhin, das Marktwachstum zu übertreffen.
Die operative Marge Straumanns dürfte am Ende des Geschäftsjahres im hohen Zehnprozentbereich liegen, dies ohne die Wertminderung in Japan. Trotz der jüngst ergriffenen geldpolitischen Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank gegen eine weitere Aufwertung des CHF dürfte dessen Stärke gegenüber dem EUR und dem USD weiterhin Druck auf die Margen ausüben, wenn auch in einem geringeren Ausmass als in den ersten neun Monaten des Jahres, wie Spalinger in einer Telefonkonferenz am Dienstag erklärte.
Damit hat Straumann den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt, welcher im August anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen gemacht wurde. Damals wurde die operative Marge zwischen 17% bis 19% gesehen.
Anleger zeigen sich wenig erfreut, die Papiere verlieren bis gegen 15.45 Uhr 2,3% auf 156,40 CHF. Der Gesamtmarkt notiert 1,47% tiefer.
dl/yr

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