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STEUERSTREIT/Anwalt sieht im Fall CS "Anzeichen ähnlicher Untersuchung wie UBS"

Dieser Inhalt wurde am 18. Juli 2011 - 06:37 publiziert

New York (awp/sda) - Laut dem Anwalt Scott Michel hat die gegen die Credit Suisse angestrengte Untersuchung durch die amerikanischen Justizbehörden die Anzeichen einer ähnlichen Ermittlung wie jene gegen die UBS. Michel repräsentierte im Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA UBS-Kunden, die des Steuerbetruges bezichtigt wurden.
Der Anwalt erinnerte an die vier ehemaligen Credit-Suisse-Banker, die im März angeklagt wurden. Nach US-Gesetz kann für straffälliges Verhalten dieser Art durch Angestellte der Arbeitgeber zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Michel am Freitag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur SDA.
Der Anwalt der Kanzlei Caplin & Drysdale in Washington erwartet, dass es am Ende zu einer Vereinbarung kommt, die der Lösung des UBS-Streites ähnlich sein könnte. Die Grossbank musste vor drei Jahren 780 Mio USD Busse bezahlen und im Anschluss 4'000 Datensätze von US-Kunden aushändigen.
Interessant werde, wie allfällige Forderungen nach Einsicht in Kundendaten behandelt würden, sagte Michel. Angesichts des Gezeters in der Schweiz im Februar 2009, als die UBS die ersten Datensätze aushändigte, frage man sich, ob das Gleiche nun auch in diesem Fall passieren wird.
mk

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