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Sprachen in der Schweiz: So spricht die Statistik

Fast 64% der Menschen, die in der Schweiz leben, sprechen Deutsch, 19.5% Französisch, 6,6% Italienisch und weniger als 0,5% Rätoromanisch.

Dieser Inhalt wurde am 22. August 2002 - 16:22 publiziert

Die Zahl der Bewohner und Bewohnerinnen, die keine offizielle Landessprache sprechen, wächst beständig.

Das traditionelle Bild der viersprachigen Schweiz muss korrigiert werden. Die letzte Volkszählung hat ergeben, dass der Anteil der in der Schweiz Ansässigen, die als Muttersprache keine der hiesigen Landessprachen sprechen, seit 1950 ansteigt. Im Jahr 2000 lag er bei 9,5%.

Sprachen wie Serbisch, Kroatisch, Albanisch, Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Türkisch und Kurdisch werden inzwischen von jeweils wesentlich mehr Leuten gesprochen als Rätoromanisch. Die altlateinische, rätoromanische Sprache, die in einigen Tälern Graubündens verbreitet ist, verliert zusehends an Terrain.

1990 hatten noch 0,6% der Bevölkerung angegeben, Rätoromanisch als Hauptsprache zu reden. Im Jahr 2000 waren es nur noch 0,46% oder rund 34'000 Personen.

Stabil sind die Verhältnisse beim Französischen und Deutschen (bzw. im Alltag Schweizerdeutsch), während der Anteil des Italienischen von 7,6% auf 6,6% schrumpfte. Dies erklärt sich vor allem mit dem Rückgang der Italiener beim Ausländeranteil der Gesamtbevölkerung.

1960 hatten die Italiener noch 60% der ausländischen Bevölkerung in der Schweiz gestellt, im Jahr 2000 noch 21,4%. Seit den 80er Jahren stieg dafür der Anteil von Immigranten aus dem ehemaligen Jugoslawien stark. Sie sind inzwischen mit 24% die grösste ausländische Bevölkerungsgruppe in der Schweiz.

Die Immigration und deren Folgen für die Sprachen spiegeln sich stärker in den städtischen Agglomerationen. Dort beträgt der Ausländeranteil rund 23%, während er in ländlichen Gebieten bei 12,7% liegt.

Der Einfluss der Ausländerinnen und Ausländer auf die Sprachentwicklung der Schweiz muss jedoch relativiert werden. Die Ergebnisse der Volkszählung 2000 zeigten, dass die meisten Ausländer der zweiten Generation eine der Landessprachen als ihre Hauptsprache angeben.

Andrea Tognina
(Übertragung aus dem Italienischen: Gerhard Lob)

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