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Spannendes NLA-Wochenende

Die Basler - hier beim Penalty gegen Servette am Samstag - fielen nach den Spielen vom Sonntag von Platz 2 auf Platz 3 zurück. Keystone

Am Sonntag wurde der NLA-Neuling Wil vom FCZ gebremst. Nach dem Sieg der Grasshoppers gegen YB vom Vortag führen nun zwei Zürcher Mannschaften die Tabelle an.

Dieser Inhalt wurde am 04. August 2002 - 20:58 publiziert

In der 6. Runde der Nationalliga A wurde die Überraschungs-Mannschaft aus Wil gebremst: Der Aufsteiger unterlag daheim dem FC Zürich 0:1. Der erfrischend aufspielende Aufsteiger zeigte ein starkes Spiel. Aber just in der Phase, als Wil vehement Druck ausübte, fiel das einzige Tor der Partie: Yasar spielte Sturmpartner Gygax ideal an, dieser liess Beney im Wiler Tor mit seinem Flachschuss keine Abwehrchance. Der FCZ liegt nach diesem Spiel auf Platz zwei der Tabelle.

Bei Wil wurde Neuzuzug Marc Zellweger (1. FC Köln) in der 78. Minute für den defensiven Mittelfeldspieler Romano eingewechselt. Der Schweizer Internationale, seit November 2001 in der NLA, fiel auf der für ihn eher ungewohnten Position einzig durch seine Verwarnung (84.) nach einem klaren Foul auf.

Thun gewinnt zuhause

Etwas mehr Glück hatte der FC Thun: Er errang nach zwei Heimniederlagen seinen ersten Saisonsieg auf dem eigenen Platz. Der 3:1-Erfolg gegen Luzern kam gegen einen schwachen Innerschweizer Gegner zustande.

Die Luzerner gerieten schon nach 10 Minuten in Rückstand. Yao Aziawonou aus Togo hatte für Thun getroffen. Kurz nach der Pause kamen die Luzerner durch den dritten Saisontreffer von André Muff zum Gleichstand, aber nur vier Minuten später führten die Thuner wieder dank einem Tor ihres Milaim Rama. Zehn Minuten vor dem Ende schoss Rama auch noch das 3:1. Die Luzerner spielten die letzten 20 Minuten nur noch zu zehnt, nachdem Francisco Arrué mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt worden war.

Grasshoppers - Young Boys 4:0

Am Samstagabend bezwangen die Zürcher Grasshoppers die Young Boys mit 4:0 und führen damit die NLA-Tabelle nach sechs Runden deutlich an. Mit dem sechsten Sieg in Serie haben die Grasshoppers ihren Startrekord aus der Saison 1967/68 eingestellt.

Für die Grasshoppers schossen Cabanas sowie Baturina, Barijho und Nuñez die Tore. Sie haben nun in sechs Spielen schon 20 Tore erzielt, YB schon 13 eingefangen.

Die mit den fünf ehemaligen GC-Akteuren (Chapuisat, Magnin, Sermeter, Tikva und Denicolà) angetretenen Berner hielten in der ersten halben Stunde gut mit und gestalteten die Partie ausgeglichen. Im Abschlussbereich war YB aber harmlos: Mit einer deutlichen Tempoverschärfung und drei Toren innert 18 Minuten nach der Pause entschieden die Grasshoppers den Match endgültig. Der Argentinier Barijho vermochte sich dabei besonders auszuzeichnen. Mit dem Kopf markierte er das 3:0, zuvor leistete er zu Baturinas 2:0 und danach zu Nuñez 4:0 die Vorarbeit.

Kein Sieg für St. Gallen

Guidos Kopftor in der 9. Minute reichte dem FC St. Gallen nicht zum erwarteten Auswärtssieg vor 4700 Zuschauern in Aarau. Der erst 19-jährige David Degen glich in der 72. Minute zum gerechten 1:1-Schlussergebnis aus.

Die Ostschweizer verpassten es, in der überlegen geführten ersten Halbzeit die Entscheidung herbeizuführen. Nach Guidos 7. Tor im 70. Spiel für St. Gallen vergaben Imhof und Gane zwei ausgezeichnete Chancen der Gäste. Bei Degens Ausgleich nach Zuspiel von De Napoli störte der St. Galler Berger den Aarauer Torschützen bei dessen Schussabgabe zu wenig energisch, so dass der Ball flach am entfernteren Pfosten eindrang.

Die Ostschweizer mussten nach dem Ausgleich gar noch um den einen Punkt bangen. In der Schlussoffensive rettete Wolf für seinen geschlagenen Keeper Stöckli auf der Linie, und kurz vor dem Abpfiff landete ein Freistoss des eingewechselten Bühler auf der Torlatte.

Basel auf Platz 3

Basel bleibt auch im 7. Saisonspiel ungeschlagen. Drei Tage nach dem glücklichen 1:1 in der Vorqualifikation zur Champions League in Zilina steigerte sich der Meister und bezwang Servette am Samstag vor 23'257 Zuschauern verdient mit 4:2. Damit fällt der FCB nach den Sonntags-Spielen auf den 3. Tabellenplatz zurück.

Gegenüber den letzten Spielen zeigte sich der FCB engagierter und verbessert, konnte aber gewisse Abstimmungsprobleme und Unsicherheiten nicht verbergen. Die Mannschaft muss am Mittwoch nochmals zulegen, um den slowakischen Meister Zilina zu bezwingen und gegen Celtic Glasgow um den Einzug in die lukrative Champions League zu stechen.

Böse Überraschung für Xamax

Die Neuenburger unterlagen nach desolater Leistung zu Hause gegen Aufsteiger Délémont mit 0:1 und bezogen gegen die Jurassier die erste Niederlage in der NLA. Der Siegesschütze hiess Ojong aus Kamerun.

Ohne den verletzten Spielmacher Simo aus Kamerun konnte Xamax nicht an die Heimvorstellungen gegen Thun (2:1) und Wil (1:1) geschweige denn an das 1:1 gegen Basel im St. Jakob-Park anknüpfen. Den Neuenburgern mangelte es an Ideenreichtum und Spritzigkeit.

Ausser einem Lattenschuss von Rey nach einer Stunde war nichts Zählbares zu registrieren. Der Neuling fasste immer mehr Mut, und als Selimi sieben Minuten vor Schluss über die Flanke vorstiess und zur Mitte passte, nahm Ojong den Ball direkt ab und schlug den machtlosen Bettoni.

swissinfo und Agenturen

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