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Siemens rechnet auch 2012 mit Umsatz- und Gewinnplus - Auf Kurs zu Renditezielen

Dieser Inhalt wurde am 02. Dezember 2010 - 08:01 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens blickt auch mittelfristig optimistisch in die Zukunft: Auch im kommenden Geschäftsjahr 2012 (Beginn Oktober 2011) sei mit einem wachsenden Umsatz und einer positiven Gewinnentwicklung zu rechnen, heisst es im Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr (2009/2010). Mitte November hatte der Konzern bereits für das jüngst angelaufene Geschäftsjahr einen deutlich steigenden Auftragseingang sowie ein organisches Umsatz- und Gewinnwachstum in Aussicht gestellt. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten soll sich um mindestens 25 bis 35 Prozent verbessern. Effekte aus laufenden Rechtsverfahren oder regulatorischen Themen klammert der Konzern hierbei aus.
Voraussetzung für das Wachstum auch im kommenden Geschäftsjahr sei eine positive Entwicklung an den globalen Energiemärkten sowie den langzyklischen Industriemärkten des Unternehmens. Im vergangenen Geschäftsjahr 2010 hatte der Konzern rund 76 Milliarden Euro erlöst und aus den fortgeführten Aktivitäten einen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Mit der Bilanz im November hatte der Konzern auch ein neues Zielsystem vorgelegt. Siemens will seinen Erfolg künftig vor allem an der Kennziffer ROCE (Return on Capital Employed) messen. Dafür hat sich das Unternehmen einen Zielkorridor von 15 bis 20 Prozent gegeben. Die Kapitalrendite dürfte laut dem Geschäftsbericht sowohl im aktuell laufenden Geschäftsjahr 2010/2011, als auch im folgenden Jahr innerhalb dieses Korridors liegen.
Die Gewinnmargen (EBITDA) in den drei Kerngeschäften, die Siemens in den Sektoren Industrie, Energie und Gesundheit zusammenfasst, dürften in dem Zeitraum ebenfalls ihre Zielmarken erreichen, heisst es weiter in dem Bericht. Für das Industrie- und Energiegeschäft liegen sie bei 10 bis 15 Prozent und in der Gesundheit bei 15 bis 20 Prozent.
Siemens rechnet für dieses und das kommende Geschäftsjahre in allen drei Sektoren mit einer weiteren Erholung des Geschäfts. Für die Industriemärkte sei in den kurzzyklischen Geschäften wie beispielsweise der Lichtsparte Osram oder der Industrieautomatisierung jährlich im Durchschnitt ein hohes einstelliges Wachstum zu erwarten.
Im Energiegeschäft, dürfte die Talsohle im zweiten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres durchlaufen sein. Aktuell und im kommenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einer deutlichen Erholung der Energiemärkte insgesamt. Für das Gesundheitsgeschäft sei dank des Wachstums in den Schwellenländern und einer moderaten Erholung in den USA mit verbesserten Aussichten zu rechnen.
Von den Sorgenkindern NSN, dem Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia, und der jüngst ausgegliederten IT-Sparte SIS erwartet Siemens auch mittelfristig keine guten Nachrichten. Die Restrukturierungsmassnahmen bei dem Joint Venture NSN dauerten an, hiess es etwa. Für die SIS erwartet der Konzern zwar deutlich bessere Ergebnisse, geht aber nicht davon aus, dass "das Geschäft innerhalb des Prognosezeitraums branchenübliche Ergebnisse erzielen kann."/stb/she

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