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Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK) will Bildungshaus Casa Henry Dunant in Italien verkaufen

Seit Jahren verbringen Schweizer Berufsschuljugendliche Studienwochen in der Casa Henry Dunant in Italien (Bild). Nun will das Schweizerische Rote Kreuz als Mitträger der Casa-Stiftung das Haus verkaufen. Damit ist Feuer im Dach der Casa.

Dieser Inhalt wurde am 29. November 1999 - 13:39 publiziert

Rettet die Casa Henry Dunant, das Bildungshaus der Schweizer Berufsschuljugend in Varazze, Italien (Bild)! Dieser Hilferuf war jüngst in einem Inserat in der NZZ, der Neuen Zürcher Zeitung, zu lesen. Seit fast 35 Jahren haben Schweizer Berufsschülerinnen und -schüler Studienwochen zusammen mit ihrer Lehrerschaft in der nach dem Gründer des Roten Kreuzes benannten Liegenschaft in Ligurien verbracht.

Jetzt will das Schweizerische Rote Kreuz als Stiftungsmitträger das Haus verkaufen. Die Stiftung hat bisher den Betrieb des Bildungshauses, das der Schweizer Berufsschuljugend gratis zur Verfügung gestellt worden ist, selbsttragend geführt.

Die Stiftung Casa Henry Dunant sucht nun eine oder mehrere Stifterinnen und Stifter, die sich für den Weitererhalt der Casa engagieren. Dies, um die Interessen der Berufsschuljugend zu bewahren, wie Stiftungsratspräsident Niklaus Ludi, Direktor der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule der Stadt Bern, sagt. Ludi kritisiert das SRK, weil es seiner Ansicht nach wirtschaftliche Gründe den ideellen voranstellt.

Das SRK weist die Kritik zurück. Ein derartiges Haus für die Schweizer Berufsschuljugend zu betreiben, liege einfach nicht im Tätigkeitsbereich des Roten Kreuzes, sagt Edgar Bloch, SRK-Kommunikationsleiter. Bloch befürchtet von der Casa-Geschichte keinen Imageschaden für das Rote Kreuz. Die SRK-Spenderinnen und Spender würden verstehen, dass mit ihren Geldern nicht eine solches Haus unterstützt wird. Im übrigen lasse das SRK lasse der Stiftung Zeit, damit sie eine Lösung des Problems finden könne.

Jean-Michel Berthoud (SRI)

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