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Schweizerische Nationalbank erhöht Zinsen

Die Schweiz schliesst sich der europäischen Zinsrunde an. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) gab am Donnerstag (03.02.) bekannt, dass sie ihr Zielband für die Geldmarktzinsen mit sofortiger Wirkung um einen halben Prozentpunkt nach oben verschiebt.

Dieser Inhalt wurde am 03. Februar 2000 - 15:40 publiziert

Die Schweiz schliesst sich der Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank an. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) gab am Donnerstag (03.02.) bekannt, dass sie ihr Zielband für die Geldmarktzinsen mit sofortiger Wirkung um einen halben Prozentpunkt nach oben verschiebt.

Demnach gilt künftig ein Zielband für den Dreimonats-Libor von 1,75 bis 2,75 Prozent. Die SNB teilte weiter mit, dass sie bis auf weiteres den Libor-Satz im mittleren Bereich des neuen Zielbandes halten will. Zur Begründung heisst es in der Mitteilung, dass sich die erwartete Konjunkturerholung fortsetze.

Gleichzeitig führte die Schwächeneigung des Schweizer Frankens vor allem gegenüber dem Dollar zu einer unerwünschten Lockerung der monetären Rahmenbedingungen in der Schweiz. Damit werde die Preisstabilität gefährdet. Diesem Risiko wolle die Notenbank entgegen wirken.

Die Nationalbank ging mit ihren Zinsbeschlüssen insofern über den Entscheid der EZB hinaus, als das Euro-Institut eine Leitzinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten beschloss, die SNB aber das Zielband um 0,5 Punkte nach oben verschob. Es handelt sich um die zweite Straffung der Geldpolitik seit der Einführung des neuen Konzepts Anfang dieses Jahres.

Bereits am vergangenen 20. Januar hatte die Nationalbank ihren Kurs leicht verschärft, als sie ankündigte, künftig nicht mehr den mittleren, sondern den oberen Bereich des Zielbands von damals 1,25 bis 2,25 Prozent anzuvisieren.

SRI und Agenturen

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