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Schweizer Wintersportorte ausgebucht

Die grossen Schneemassen begeisterten Wintersportler wie auch Tourismus-Verantwortliche. Schweiz Tourismus

Die Wintersportorte in den Schweizer Alpen sind zufrieden mit dem Festtags-Geschäft. Hotelzimmer waren kaum mehr frei und die Bahnen gut ausgelastet.

Dieser Inhalt wurde am 04. Januar 2006 - 13:51 publiziert

Laut Fachleuten haben bessere Schneeverhältnisse und die gestärkte Wirtschaft die Touristen zurück auf die Pisten gebracht.

Der Tourismus ist ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor für der Schweiz. Dies zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik: 2004 wurden in dieser Branche 22,6 Milliarden Franken erwirtschaftet, davon über die Hälfte von Gästen aus dem Ausland.

Der Tourismus liegt mit einem Anteil von 7 Prozent an dritter Stelle der Schweizer Exporteinnahmen, hinter der chemischen Industrie sowie der Metall- und Maschinenindustrie.

Wirtschaft kurbelt an

Nun hat die grundsätzlich wieder positivere wirtschaftliche Stimmung zusammen mit den Schneemassen über die Festtage zu einem guten Resultat in den Schweizer Bergstationen beigetragen.

So sorgten gutes Wetter und gute Schneeverhältnisse für ein Händereiben im Berner Oberland: Grindelwald, Gstaad, Wengen und Adelboden waren über die Festtage fast oder ganz ausgebucht. In Gstaad wurden über die Festtage rund 10 Prozent mehr Umsatz erreicht als im Vorjahr.

Die Bergbahnen hätten rund 25 Prozent höhere Frequenzen registriert als im Vorjahr, sagte Tourismusdirektor Roland Seifritz. Gute Schneeverhältnisse hätten besonders Tagesgäste angelockt.

Kurzentschlossene nach Schneefällen

Adelboden habe nach den Weltcup-Skirennen vom kommenden Wochenende eine gute bis sehr gute Auslastung, sagte Markus Pfister, Marketingleiter von Adelboden Tourismus.

Der Januar 2006 werde sicher besser als der Januar 2005. Viele Gäste hätten sich nach den Schneefällen im November kurzfristig für Winterferien in Adelboden entschieden.

In Grindelwald wurden im Vergleich zu den Vorjahren mehr Gäste aus Deutschland gezählt. Bei den Ferienwohnungen sei zwar noch ein Januarloch auszumachen, hielt Marina Tonn, PR- und Medienbeauftragte bei Grindelwald Tourismus, fest.

"Wer vermieten wollte, der konnte", sagte Daniel Luggen von Zermatt Tourismus. Die rund 100 Hotels in Zermatt und die gegen 800 Ferienwohnungen waren über die Weihnachts- und Neujahrstage praktisch ausgebucht. Auch die Zermatter Bergbahnen wurden äusserst rege benutzt. Ein kleiner Dämpfer war die Kälte über Weihnachten.

Schlechtes Wetter verhindert Spitzenergebnis

In Graubünden wurden in der Weihnachtswoche zwar weniger Logiernächte als im Vorjahr gezählt. Dagegen meldeten Hotellerie und Parahotellerie aus der Altjahreswoche bessere Zahlen.

Besonders stark dürfte das Geschäft aber in der ersten Januarwoche ausfallen, heisst es bei der touristischen Dachorganisation "Graubünden Ferien". Für Januar und den Sportferien-Monat Februar sei der Stand der Buchungen gut bis sehr gut.

Nicht ganz so positiv tönte es bei den Bündner Bergbahnen: Die zum Teil heftigen Schneefälle und die wenigen sonnigen Tage verunmöglichten nach Angaben des Bergbahnen- Verbandes ein Spitzenergebnis.

Das Januarloch

Im luzernischen Wintersportort Sörenberg waren die Hotels ab 27. Dezember ausgebucht; die Tourismusverantwortlichen sind zufrieden. Vor allem Schweizer Gäste hätten Weihnachten noch zu Hause gefeiert und seien danach in die Ferien verreist, hiess es bei Tourismus Sörenberg. Die Frequenzen lägen im Rahmen der Vorjahre.

Weil Weihnachten und Neujahr je auf ein Wochenende fielen, habe es praktisch nur eine Festtags-Woche gegeben. Für die laufende Woche seien die Zahlen noch gut. Danach folge das Januarloch. Die Buchungen für die Sportferien liegen wiederum im Rahmen der Vorjahre.

Ähnlich tönt es in Andermatt im Kanton Uri. Im Ferienort am Gotthardpass blieben über Weihnachten nur wenige Betten leer; die Wochenenden sind auf längere Zeit ausgebucht. Freie Betten gebe es ausserhalb der Ferienzeit und unter der Woche.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Rund 650 Seilbahn-Unternehmen sind in der Organisation Seilbahnen Schweiz organisiert.
Sie betreiben rund 2400 Anlagen mit 4700 Vollzeit-Stellen.
Pro Jahr befördern sie zusammen rund 310 Mio. Fahrgäste und machen damit über 800 Mio. Franken Umsatz.

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In Kürze

2004 realisierte der Schweizer Tourismus-Sektor 22,6 Mrd. Franken Gewinn. Über die Hälfte des Gewinns wird mit ausländischen Gästen gemacht.

Der Tourismus ist mit 7% der drittgrösste Sektor der Schweizer Wirtschaft, nach der chemischen Industrie sowie der Metall- und Maschinenindustrie. Rund 250'000 Personen sind in diesem Bereich beschäftigt.

62% aller Schweizer Gästebetten befinden sich in den Alpen, über 35% sind direkt in den Wintersportorten.

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