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Schweizer Bonbons als Exportschlager

Süsser Exportschlager: Schweizer Bonbons kommen im Ausland gut an. Keystone

Schweizer Schleckwaren sind im Ausland beliebter denn je: Im vergangenen Jahr exportierte die Schweiz fast 14% mehr als im Jahr zuvor.

Dieser Inhalt wurde am 22. Februar 2008 - 17:58 publiziert

Im Inland dagegen sind Schweizer Bonbons weniger erfolgreich: Ihr Absatz stagnierte bei 7880 Tonnen. Im Durchschnitt schleckt die Schweizer Bevölkerung 3,3 Kilo Bonbons pro Kopf und Jahr.

Schweizer Bonbons sind ein Exportschlager: Im vergangenen Jahr wurden 20'772 Tonnen Schleckereien ins Ausland verkauft. Das ist ein Plus von 13,7% im Vergleich zu 2006. Der Umsatz stieg um 11,5% auf 231 Mio. Franken.

Anders verhält es sich mit den Schleckereien auf dem Heimmarkt: Mit einem Absatz von 7880 Tonnen bewegte sich die Menge auf dem Niveau des Vorjahrs.

Der Umsatz fiel gar um 0,7% auf 105,6 Mio. Franken, wie der Schweizerische Verband der Backwaren- und Zuckerwaren-Industrie Biscosuisse am Freitag mitteilte.

Dagegen nahmen die Einfuhren in die Schweiz weiter zu. Die einheimischen Produzenten mussten somit einen weiteren leichten Rückgang ihres Marktanteils von 31,8 auf 31% hinnehmen.

Der Schweizer Markt sei angesichts des stabilen Konsums und der stagnierenden Wohnbevölkerung gesättigt, erklärte Biscosuisse-Geschäftsführer Franz Schmid. Die Konsumgewohnheiten änderten sich wenig.

3,3 Kilo pro Kopf

Jede Schweizerin und jeder Schweizer verzehrte im vergangenen Jahr unverändert durchschnittlich 3,3 Kilo Bonbons. Der Anteil der zuckerfreien Produkte verringerte sich geringfügig von 20,1 auf 19,9%.

Insgesamt konnte die Schweizer Zuckerwarenindustrie ihre Verkäufe 2007 dank des starken Auslandsgeschäfts um 9,6% auf 28'652 Tonnen steigern. Der Umsatz nahm um 7,4% auf 337 Mio. Franken zu. Damit konnte die Branche mengen- und wertmässig das fünfte Mal in Folge zulegen.

Über zwei Drittel der Verkäufe bestand aus Hartbonbons. Die zweitwichtigsten Produkte waren mit rund 15% geformte Zuckerwaren wie Kaugummis, Marzipan oder Nougat. Daneben verkauften die 15 Unternehmen der Branche Gelée- und Gummibonbons (rund 10%), Weichbonbons (rund 5%) und Dragées (2,4%).

Deutschland an der Spitze

Die Zuckerwarenhersteller verkauften ihre Produkte im letzten Jahr in rund 90 Märkte. Der Exportanteil an der Gesamtproduktion, der auf 72,5% (2006: 69,9%) stieg, sei sehr hoch im Vergleich zu anderen Branchen der Nahrungsmittelindustrie, schreibt Biscosuisse.

Wichtigste Exportdestination war wie schon 2006 Deutschland (20,5%). Die USA (19,6%) verwiesen Frankreich (16,7%) auf den dritten Platz, dahinter folgen die Niederlande (10,1%). Knapp zwei Drittel der Exporte bestand aus zuckerfreien Produkten.

swissinfo und Agenturen

Unterschiedliche Vorlieben

Die Schweizer mögen lieber Schokolade als Bonbons. Nirgends sonst in Europa wird so viel Schokolade gegessen wie in der Schweiz: 2007 waren es 12,3 Kilo pro Kopf.

Beim Bonbonkonsum liegt die Schweiz bloss im unteren Mittelfeld (3,3 kg pro Kopf). Hier sind die Skandinavier an der Spitze: Schwedinnen und Schweden schlecken 9,2 Kilo Zuckerwaren pro Jahr, die Dänen 8,9 Kilogramm.

Rechnet man zu Bonbons und Schokolade auch noch die süssen Dauerbackwaren dazu, dann liegen die Iren mit 42,6 Kilogramm an der Spitze, gefolgt von den Dänen (40,1 kg) und Österreichern (32,1 kg).

Am wenigsten Süsswaren werden in Spanien (16,1 kg) und Griechenland (12,2 kg) verzehrt.

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