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Schweizer Bahnpersonal demonstriert für Beschäftigungsgarantie

Rund 500 Bahnangestellte aus der ganzen Schweiz haben in Bellinzona für die Beibehaltung der Beschäftigungsgarantie demonstriert. Mit der Streik-Aktion wollte sich das Bahnpersonal zudem mit seinen streikenden Kollegen in Italien solidarisieren.

Dieser Inhalt wurde am 18. Februar 2000 publiziert

Rund 500 Bahnangestellte aus der ganzen Schweiz haben am Freitag (18.02.) in Bellinzona für die Beibehaltung der Beschäftigungsgarantie demonstriert, die im Jahr 2001 fallen soll. Mit der Streik-Aktion wollte sich das Bahnpersonal zudem mit seinen streikenden Kollegen in Italien solidarisieren.

"Wir wollen den SBB zeigen, wie wichtig uns die Garantie gegen Kündigungen aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen ist", sagte Ernst Leuenberger, Präsident des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbandes (SEV) bei seiner Ansprache in Bellinzona. Im neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) soll die entsprechende Garantie gestrichen werden.

Der SEV kritisierte in einer Medienmitteilung die "sture Haltung" der Führung der Schweizerischen Bundesbahnen SBB in dieser Frge. Dies habe zum Abbruch der GAV-Verhandlungen geführt. Die bisher geltende Beschäftigungsgarantie habe beim massiven Stellenabbau der SBB der letzten Jahr Arbeitskämpfe verhindert, betont der SEV.

Besonders viele Arbeitsplätze bei der Bahn hat in der jüngten Zeit der Kanton Tessin verloren. Aufgrund der bevorstehenden Fusion im Güterverkehr zwischen SBB und den italienischen Staatsbahnen FS stehe das Tessiner Personal auch jetzt wieder besonders stark unter Druck, liess der SEV weiter verlauten.

Aus Angst vor Stellenabbau im Zusammenhang mit der Fusion im Güterverkehr hat das Bahnpersonal in Italien am Freitag gestreikt. Anders als den Kollegen in der Schweiz wurde ihnen nicht zugesichert, dass sie vom gemeinsamen Cargo-Unternehmen zu den gleich guten Arbeitsbedingungen wie bei der Bahn angestellt werden.

SRI und Agenturen

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