Navigation

Schweizer Architektur in San Francisco

Trägt die Handschrift von Herzog & de Meuron: Der Neubau des de Young Museums. famsf.org/Mark Darley

Nach vierjähriger Bauzeit wird in San Francisco das neue de Young-Museum der Basler Architekten Herzog & de Meuron eröffnet.

Dieser Inhalt wurde am 14. Oktober 2005 - 12:47 publiziert

Gleichzeitig präsentieren die vier Architektur-Hochschulen der Schweiz ihre Ausbildungskonzepte und Arbeiten von Studenten.

Das Museum de Young steht mitten im Golden Gate Park von San Francisco. Es existiert seit 1895. Das alte Gebäude wurde abgerissen. Nun steht an seiner Stelle ein Neubau des Basler Architektur-Unternehmens Herzog & de Meuron.

Am Samstag wird der Neubau im Beisein von Jacques Herzog, Pierre de Meuron und dem Schweizer Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Charles Kleiber, eröffnet.

Noch bis Ende Oktober steht zudem die Schweizer Architektur im Mittelpunkt eines Rahmenprogramms im "California College of the Arts" in San Francisco.

Ein imaginärer Schnitt durch die Schweiz

Dort stellen die vier Architektur-Hochschulen der Schweiz im Rahmen einer Vorlesungsreihe und mit einer interaktiven Ausstellung ihre Architektur-Ausbildungskonzepte vor.

Die Ausstellung ist auf einer 40 Meter langen und 4 Meter breiten topographisch gewellten und begehbaren Plattform installiert. Diese Plattform wurde von einem Team der ETH Zürich gebaut und anschliessend in die USA verschifft.

"Wir haben einen imaginären topographischen Schnitt durch die Schweiz gelegt - von Zürich nach Mendrisio, Lausanne und schliesslich Genf. Die Plattform stellt so einerseits die Grundlage für die Exponate der einzelnen Schulen wie Modelle, Videos und Bücher dar. Andererseits präsentiert sie ein Abbild der Ausbildungslandschaft Schweiz", erläutert Projektleiter Dirk Hebel.

Die Stars als Vorbilder

Die Besucher können zwischen den Exponaten zirkulieren oder auf den Homepages der Schweizer Architektur-Hochschulen surfen. "Grundsätzlich war uns wichtig, einen spielerischen Zugang zum Projekt zu finden, um auch jüngere Besucher für die Architektur und die Schulen zu begeistern", so Hebel.

"Jacques Herzog, Pierre de Meuron oder Mario Botta sind an einer Schweizer Hochschule ausgebildet worden. Heute geht es darum, dass diese Stars den Rest der Schweizer Architektur mit sich ziehen", sagt Charles Kleiber im Gespräch mit swissinfo.

Dem Staatssekretär schwebt auch eine nationale Architekturplattform vor. "Eine Übersicht über die Schweizer Architektur, ein Arbeitsinstrument, das es den Architekten erlauben würde, die Tradition der Schweizer Architektur weiter auszubauen."

Schwierige Logistik

Die interaktive Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprodukt der vier Architekturhochschulen der Schweiz, also der ETH Zürich, der Universität der italienischen Schweiz in Mendrisio, der ETH Lausanne und der Universität Genf.

"Es war das erste konkrete gemeinsame Projekt der vier Institute. Die Zusammenarbeit war zuweilen schwierig. Nicht nur Architekten stehen in gegenseitiger Konkurrenz, auch die Hochschulen", stellt Swissnex-Direktor Christian Simm fest, der das Projekt in San Francisco koordiniert.

Der Architekt und Doyen der ETH Zürich, Andrea Deplazes relativiert die Schwierigkeiten. "Gewiss, es gibt eine gewisse Konkurrenz unter den Hochschulen. Bei den Problemen während der Vorbereitung der Ausstellung handelte es sich aber um logistische Probleme und nicht um ideologische."

Nach San Francisco wird die Ausstellung in Boston und Houston gezeigt, anschliessend in Argentinien, China und den arabischen Emiraten (VAE).

swissinfo

In Kürze

Der Neubau des Museums de Young in San Francisco wird am 15. Oktober offiziell eröffnet.

Die beiden Basler Architekten Herzog & de Meuron haben das Gebäude entworfen.

Bis zum 27. Oktober präsentieren sich die vier Schweizer Architektur-Hochschulen in San Francisco.

End of insertion

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?