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Coronavirus: Die Situation in der Schweiz

Keystone / Lavandeira Jr

Die Zahl der Covid-Fälle steigt wieder an. In der letzten Berichtwoche wurden etwas mehr als 25'000 Neuinfektionen gezählt, und auch die Zahl der Spitaleinweisungen steigt. Alle Gesundheitsmassnahmen wurden von der Schweizer Regierung am 1. April 2022 aufgehoben.

Dieser Inhalt wurde am 05. Oktober 2022 - 08:15 publiziert
swissinfo.ch, mit SRF und SDA

Die neuesten Entwicklungen:

  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am 11. Oktober 35'579 neue Fälle von Personen gemeldet, die in der letzten Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurden.
  • Das ist ein Anstieg von 41,6% gegenüber der Vorwoche.
  • Die Spitaleinweisungen nahmen in der gleichen Zeit um fast 37% zu.
  • Neun Todesfälle kamen dazu.
  • Die Behörden empfehlen neu eine zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus für alle.
  • Es besteht keine Pflicht mehr, einen Mundschutz zu tragen, auch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gesundheitseinrichtungen.
  • In geschlossenen Räumen wird das Tragen einer medizinischen Maske empfohlen.
  • Infizierte Personen müssen sich nicht mehr fünf Tage lang isolieren.

Wie entwickelt sich die Pandemie?

Insgesamt wurden in der letzten Berichtwoche (Stand 11. Oktober) 35'579 neue Corona-Fälle gemeldet, was eine Zunahme von 41,6% im Vergleich zur Vorwoche bedeutet, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilteExterner Link.

Seit April meldet das BAG die Zahlen zum Coronavirus nicht mehr täglich, sondern nur noch wöchentlich. Verzögerungen bei der Datenübermittlung und rückwirkende Korrekturen erklären einige Verschiebungen in den Zahlen.

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Die Zahl der Spitaleinweisungen nahm im Wochenvergleich ebenfalls zu. In der Berichtwoche wurden 396 neue Hospitalisierungen gemeldet. In der Vorwoche waren es 290 (+36,6%).

Die Situation auf der Intensivstation ist unter Kontrolle. Derzeit befinden sich rund 45 Personen mit Covid-19 auf den Intensivstationen. Das sind 5,7% der verfügbaren Plätze in diesen Abteilungen.

Derzeit bleiben die Todesfälle auf einem niedrigen Niveau. Die Statistik vom Dienstag, 11. Oktober, weist für die vergangene Woche 9 Todesfälle aus, gegenüber 13 in der Vorwoche.

Etwa 97% der Bevölkerung sind durch Impfungen oder nach einer Infektion mit dem Virus in Kontakt gekommen. Das BAG rechnet nicht damit, dass das Krankenhaussystem in den kommenden Wochen überlastet sein wird.

Es gibt laut BAG auch keine Beweise dafür, dass die Infektion mit den Untervarianten BA.4 und BA.5 zu schwerwiegenderen Auswirkungen führt als die vorherigen Varianten.

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Die langfristigen Folgen der Pandemie geben jedoch weiterhin Anlass zur Sorge. Von 100 Erkrankten gelten 25 nach sechs Monaten immer noch nicht als geheilt und drei leiden immer noch unter schweren anhaltenden Symptomen.

Nach einer Definition der Weltgesundheitsorganisation spricht man von Long Covid, wenn Symptome ab drei Monaten nach der Infektion mindestens zwei Monate lang anhalten. Sie können konstant auftreten oder verschwinden und wiederkehren.

Zu den wichtigsten gehören u. a. Müdigkeit, psychische Belastung, Kurzatmigkeit, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sowie Schmerzen in der Brust oder andere Beschwerden.

Wie steht es um die Impfung in der Schweiz?

Bisher wurden vier Impfstoffe zugelassen: Pfizer/Biontech und Moderna, die beide für die Anwendung bei Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen sind. Der Janssen-Einzelimpfstoff, der von Johnson & Johnson hergestellt wird, ist ebenfalls in der Schweiz erhältlich.

Der letzte Impfstoff, der die Prüfung der Schweizer Behörden bestanden hat, ist der von Novavax hergestellte Proteinimpfstoff Nuvaxovid, der am 13. April zugelassen wurde.

Angesichts der Verbreitung der Omikron-Untervarianten sollten Personen über 80 Jahre und gefährdete Personen eine zweite Auffrischungsimpfung mit Covid erhalten, erklärten die Behörden am 5. Juli. Am 11. Oktober haben die Behörden diese Empfehlung auf alle Personen ab 16 JahrenExterner Link ausgeweitet.

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Was sind die jüngsten Entscheidungen der Regierung?

Der Bundesrat hat in diesem Frühjahr die letzten Gesundheitsmassnahmen, die noch in Kraft waren, aufgehoben. Die Entscheidung trat am Freitag, den 1. April in Kraft. Seither gilt auch keine Masken-Pflicht mehr, auch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Gesundheitseinrichtungen.

Auch die mindestens fünftägige Isolierung von Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, wurde aufgegeben. Darüber hinaus übernahmen die Kantone wieder die volle Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung.

Die Regierung hatte die meisten Gesundheitsmassnahmen bereits am 16. Februar aufgehoben.

Wie ist die Situation an den Grenzen?

Derzeit gibt es in der Schweiz keine Einreisebeschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19. Es ist nicht notwendig, einen Impfnachweis, einen Heilungsnachweis oder ein Testergebnis vorzulegen, um in das Land einzureisen. Mit dem Tool TravelcheckExterner Link können die je nach Herkunftsland geltenden Einreisebestimmungen überprüft werden.

Schweizer Reisende, die eine Reise ins Ausland planen, werden gebeten, die Einreisebestimmungen des Ziellandes oder der Zielregion zu überprüfen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat RichtlinienExterner Link für Auslandsreisen in Zeiten einer Pandemie herausgegeben.

Wie entwickelt sich die Pandemie weltweit?

Die folgende Grafik zeigt einen internationalen Vergleich der aktuellen Inzidenzen:

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Wie ist die Situation für Schweizer:innen, die im Ausland leben?

Auslandschweizer:innen, ihre nahen Verwandten (Ehepartner:in, Kinder, Eltern und Schwiegereltern, die im selben Haushalt leben) und Grenzgänger:innen ohne obligatorische Krankenpflegeversicherung können sich in der Schweiz impfen lassen.

Die Kosten für die Impfung werden, wie von den Kantonen gefordert, vom Bund übernommen.

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