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Schoggi in aller Munde

Nach Deutschland wird die grösste Menge Schokolade exportiert, gefolgt von Grossbritannien, Frankreich und den USA. swissinfo.ch

Schokolade wird in der Schweiz immer beliebter. Im letzten Jahr ist der Pro-Kopf-Verbrauch auf 12,3 Kilogramm gestiegen. Einbusse erlitten die Exporte nach dem 11. September.

Dieser Inhalt wurde am 08. Februar 2002 - 12:51 publiziert

Insgesamt haben die Schweizer Schokolade-Hersteller im letzten Jahr 141'243 Tonnen verkauft. Dies teilte der Branchenverband Chocosuisse mit. Dies sind 2,1% mehr als im Vorjahr. Der Umsatz der Branche stieg dank höheren Preisen um 4,5% auf 1,281 Mrd. Franken.

Die Schweiz sei mit grossem Abstand Weltmeisterin beim Schokolade-Verzehr, sagte der Direktor von Chocosuisse, Franz Urs Schmid, am Freitag. Auf Platz zwei liege Deutschland, wo 1999 pro Kopf 10 Kilogramm gegessen wurden.

Inland-Verkäufe auf Rekordniveau

Im Inland hätten die Verkäufe um ein Prozent auf 75'202 Tonnen zugenommen, womit 828 Millionen umgesetzt wurden (+4,2%). Dies sei der höchste Stand aller Zeiten, sagte Schmid.

In der Schweiz habe die zuversichtliche Konsumentenstimmung das ganze Jahr angehalten. Zudem würden sich die Ernährungs-Gewohnheiten immer mehr von Haupt- zu Zwischenmahlzeiten verlagern. Beides habe sich auf den Schokolade-Absatz positiv ausgewirkt.

Die Einfuhren konnten nach dem Rückschlag im Vorjahr ihren Marktanteil wieder auf 22,6% (2000: 20%) ausbauen. Die Importeure hätten mit tieferen Preisen und mehr Werbung auf den Taucher reagiert, sagte Schmid.

Tafelschokolade übertrumpft Riegel

Die Renner seien Festartikel wie Osterhasen, Schokoladen-Eier und Christbaum-Schmuck gewesen, die ein Plus von 11,9% gegenüber dem Vorjahr aufwiesen, sagte Schmid.

"In aller Munde" sei auch die einfache Tafelschokolade (ohne Zusätze) gewesen, deren Verkäufe um 7,1% gewachsen seien, sagte Schmid. Der "riesige Zuwachs" sei unter anderem den Innovationen bei den Kreationen zu verdanken. Allein bei den Tafelschokoladen seien im letzten Jahr 90 neue Produkte auf den Markt gekommen.

Dies habe sich allerdings auf die Schoggistengel, -riegel und Branches ausgewirkt, die einen Rückschlag hätten hinnehmen müssen. Die Konsumgewohnheiten hätten sich verändert, stellte Schmid fest.

Exporte: Boom bis September

Noch mehr als die Inland-Verkäufe stiegen die Exporte. Bis zum September hätten die Ausfuhren geboomt (+10%). Die Terroranschläge in den USA hätten aber die Nachfrage aus dem Ausland schmelzen lassen, so dass unter dem Strich die Verkäufe im Gesamtjahr noch ein Plus von 3,3 % auf 66'041 Tonnen erreichten.

Dies sei immerhin das zweitbeste Resultat der Geschichte, sagte Schmid. Die Umsätze stiegen um 5,1% auf 453 Mio. Franken. Mehr ausgeführt haben die Schweizer Schokoladefabrikanten nur 1997.

Guter Ruf im Ausland: Deutschland an der Spitze

Die Schweizer Schoggi habe im Ausland einen "sehr guten Ruf", sagte Schmid als Begründung für den deutlichen Zuwachs. Die hiesigen Hersteller hätten ein gutes Marketing betrieben, ausserdem seien Verkaufspunkte erobert worden.

An der Spitze der 130 Exportländer stand im letzten Jahr mit grossem Abstand Deutschland, wohin ein Viertel aller Ausfuhren ging. Auf Platz zwei lag Grossbritannien (11%), vor Frankreich (10%) und den USA (6%).

swissinfo und Agenturen

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