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SBB: Positive Bilanz nach 300 Tagen als Aktiengesellschaft

Die SBB ziehen nach den ersten 300 Tagen als Aktiengesellschaft eine positive Bilanz. Die Bundesbahnen hätten den Übergang ohne Einbussen bei Qualität und Sicherheit geschafft, sagte SBB-Chef Benedikt Weibel am Dienstag (16.11.) vor den Medien.

Dieser Inhalt wurde am 17. November 1999 - 08:10 publiziert

Die SBB ziehen nach den ersten 300 Tagen als Aktiengesellschaft eine positive Bilanz. Die Bundesbahnen hätten den Übergang ohne Einbussen bei Qualität und Sicherheit geschafft, sagte Benedikt Weibel, Vorsitzender der SBB-Geschäftsleitung, am Dienstag (16.11.) vor den Medien.

Von gewerkschaftlicher Seite wurde die Zeit nach der Umwandlung der Staatsbahnen in eine Aktiengesellschaft hingegen als «300 Tage der Verunsicherung» bezeichnet.

Rund 100 Gewerkschaftsmitglieder demonstrierten vor dem Universitätsgebäude, wo die Orientierung stattfand. Sie forderten einen Stopp der Auslagerung von Unternehmenszweigen. Die zahlreichen Outsourcingstudien, welche die SBB zur Zeit durchführen liesse trügen zur Verunsicherung der Belegschaft bei, wurde kritisiert. Angeprangert wurde auch die Schliessung der ADtranz-Werke in Pratteln und Oerlikon. Weibel sicherte den ADtranzangestellten die Solidarität der SBB zu. Das Thema ADtranz dominierte auch den Beginn des Mediengesprächs.

Neben dem Qualitätserhalt müssten die SBB künftig die Profitabilität im Personen- und Güterverkehr erhöhen, sagte Weibel. Dazu müssten die Produktivität gesteigert und die Kosten gesenkt werden. Einen Leistungsabbau werde es aber nicht geben. Im Gegenteil: Die SBB wollten ihr Angebot sogar ausbauen. Als Schlüsselprojekt bezeichnete Weibel nach wie vor das Joint Venture mit den italienischen Staatsbahnen FS im Güterverkehr. Auch wenn die SBB bei der Zusammenarbeit mit den FS nicht vor Überraschungen sicher seien, gebe es keine Alternative auf der wichtigen Nord-Süd-Achse.

SRI und Agenturen

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