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Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge

Schlechtes Wetter und liberalisierte Märkte haben den Schweizer Bauern im vergangenen Jahr zugesetzt. Ihre Erträge für landwirtschaftliche Produkte sind 1999 um 590 Mio. Franken beziehungsweise 7,5 Prozent zurückgegangen.

Dieser Inhalt wurde am 13. Juli 2000 - 12:39 publiziert

Laut dem Schweizerischen Bauernverband (SBV) erklärt sich der seit Beginn der 90er Jahre kontinuierliche Rückgang des Gesamtertrags der Schweizer Landwirtschaft durch einen konstanten Preiszerfall. Auch die Produktionsmenge dürfte laut dem SBV insgesamt leicht abgenommen haben.

Nahmen die Bauern 1998 für ihre Produkte noch 7,86 Mrd.Franken ein, waren es im vergangenen Jahr laut den neuesten Schätzungen des SBV nur noch 7,27 Mrd. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 1989 erzielten die Schweizer Bauern eine Endproduktion von 10,32 Mrd.Franken.

Milchmarkt in Bedrängnis

Das Landwirtschaftsjahr 1999 stand im Zeichen der Einführung der neuen Milchmarktordnung. Dies blieb nicht ohne Konsequenzen, wie Theresa Amstutz,beim SBV für die Statistik verantwortlich, auf Anfrage erklärte.

Neben einer leicht reduzierten Milchproduktion seien tiefere Preise zu verkraften gewesen, was zu einem Rückgang der Endproduktion um rund 220 Mio. Franken führte. Mit 2,5 Mrd. Franken stammt aber immer noch ein Drittel der landwirtschaftlichen Erlöse aus der Milchwirtschaft.

Die ausgedehnten Niederschläge im Frühling und Sommer 1999 hatten massive Auswirkungen auf die Ernten. So ging der Erlös aus der Kartoffelernte - laut SBV die schwächste des Jahrhunderts - von 162 auf 155 Mio. Franken zurück. Das entspricht dem schlechtesten Ergebnis seit 1990. Die Endproduktion für Getreideprodukte sackte wegen des schlechten Wetters von 660 auf 508 Mio. Franken ab.

Rindermarkt hat sich erholt

Für den Rindermarkt hingegen war 1999 das Jahr der Erholung. Erstmals seit Beginn der Rinderwahnsinn-Krise 1996 stiegen die Preise wieder. LautBauernverband brachte der Markt denn auch 998 Mio. Franken - 50 Mio. mehr als im Vorjahr.

Auf dem Schweinefleisch-Markt kam es wegen Überangebots jedoch zu Preisstürzen. Die Erträge sanken von 1,07 Mrd. auf 961 Mio. Franken.

Der Geflügelmarkt spürte den Dioxin-Skandal in belgischen Poulets. Trotzdem konnte mit 183 Mio. ein um 6 Mio. höherer Ertrag verzeichnet werden. Anders bei den Eiern: Erstmals fiel aufgrund der schwachen Nachfrage im August der Preis für ein Ei aus Bodenhaltung unter 20 Rappen. Insgesamt sanken die Erträge von 178 auf 160 Mio.Franken.

swissinfo und Agenturen

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