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Roche/Bund verkauft Immobilienportefeuille an Roche-Pensionskasse

Dieser Inhalt wurde am 20. Dezember 2010 - 12:43 publiziert

Bern (awp/sda) - Der Bund zieht einen Schlussstrich unter die Immobilienkrise der 1990er Jahre und spricht von einem Erfolg. Er hat das Liegenschaftsportefeuille einer bundeseigenen Auffanggesellschaft mit Gewinn an die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche AG verkauft.
Der Erlös soll sich gemäss eines Communiqués des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) vom Montag auf bis zu 430 Mio CHF belaufen. Davon können rund 260 Mio CHF als Gewinn verbucht werden. Mit 171 Mio CHF kann das Aktienkapital zurückbezahlt werden, das die Eidgenossenschaft in die Sapomp Wohnbau AG gesteckt hatte.
Die Sapomp diente als Auffanggesellschaft für Liegenschaften des sozialen Wohnungsbaus, deren Trägerschaften während der Immobilienkrise der 1990er Jahre in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren.
Bei diesen im Rahmen des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes erstellten Wohnobjekten kam es zu Zwangsverwertungen. Zudem musste der Bund bestehende Bürgschaften einlösen.
1999 beschloss das Parlament auf Antrag des Bundesrates, im Rahmen eines Sanierungspakets 140 Mio CHF in die Ablösung von verbürgten Hypotheken zu stecken, welche auf Objekten gemeinnütziger Wohnbauträger lasteten, die in Schwierigkeiten geraten waren. Der Bund löste die Hypotheken durch zinsgünstige Darlehen ab und verhinderte so, dass er bürgen musste.
Mit weiteren 100 Mio CHF wurde das Eigenkapital der bereits bestehenden Sapomp AG gestärkt. Damit konnte die Sapomp finanziell bedrohte Objekte kaufen, um sie nach der Erholung der Immobilienmärkte mit Gewinn wieder zu verkaufen.
Dies ist mit dem Verkauf des Liegenschaftsportefeuilles im Bieterverfahren an die Pensionskasse des Pharmakonzerns nun gelungen. Das Portefeuille enthält 2600 Einheiten und wechselt auf Anfang 2011 ins Eigentum der Pensionskasse.
rt

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