Navigation

Oberster Polizeidirektor fordert Lies-Verbot

Lies verteilt gratis Korane. Deutschland hat die Vereinigung des Hasspredigers Abu Nagie im November verboten. Sie gefährde die Verfassung. In der Schweiz sind deren Aktivisten weiter unterwegs. Jetzt fordert der Präsident der Polizeidirektoren auch hierzulande ein Lies-Verbot.

Dieser Inhalt wurde am 22. Dezember 2016 - 08:39 publiziert
swissinfo.ch und SRF (Rundschau vom 21. Dezember 2016) /ka
Externer Inhalt

Deutschland habe gute Gründe gehabt für das Lies-Verbot, begründet Hans-Jürg Käser in der SRF-Sendung "Rundschau" seine Forderung. Käsers Wort hat Gewicht: Er ist Präsident der Kantonalen Konferenz der Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD).

"Die Bewegung ist sehr gefährlich und unter anderem dafür verantwortlich, dass junge Männer in den Dschihad ziehen", so Käser weiter. Lies rufe ausserdem dazu auf, nicht alle geltenden Gesetze zu befolgen. «Damit wir wirklich eingreifen und auch durchgreifen können, braucht es ein Verbot.»

Die Verbotsforderung ist in der Schweiz umstritten. Bundesanwalt Michael Lauber befürchtet, dass die Aktivisten in den Untergrund abwandern könnten. Und FDP-Ständerat Andrea Caroni sagt in der "Rundschau", die Meinungsfreiheit gehe auch für Lies vor.

Die 2011 unter dem Namen Lies in Deutschland gestartete Koranverteilkampagne hat eine möglichst grosse Verbreitung des Islams zum Ziel. Jedem Haushalt soll kostenfrei ein Exemplar des Korans zur Verfügung gestellt werden.

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?