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Probleme mit Wahlmaterial

Für manche Auslandschweizer gabs kein Ausfüllen der Wahlzettel. Keystone

Die fünfte Schweiz ist unzufrieden wegen unvollständig oder verspätet versandtem Wahlmaterial. Vor und nach den eidgenössischen Parlamentswahlen beklagten sich zahlreiche Auslandschweizer bei der ASO.

Dieser Inhalt wurde am 31. Januar 2008 - 16:21 publiziert

Die Auslandschweizer-Organisation fordert nun von Bund und Kantonen genaue Abklärungen und eine rasche Einführung der elektronischen Stimmabgabe.

Vor und nach den Wahlen seien bei der Auslandschweizer-Organisation (ASO) viele Klagen über Wahlunterlagen eingegangen, die unvollständig, in einer falschen Sprache, verspätet oder überhaupt nicht an die Stimmbürger im Ausland geschickt worden seien, schreibt die Organisation.

Es gehe jedoch nicht an, dass Auslandschweizer deshalb ihre politischen Rechte nicht ausüben könnten.

An ihrer Tagung vom Freitag in Bern befasste sich die ASO deshalb mit diesem Thema. Die Organisation ist derzeit daran, nähere Abklärungen zu treffen.

Beim Bund vorstellig werden

Zu einem späteren Zeitpunkt wolle man direkt beim Bund und den Kantonen intervenieren, sagte ASO-Sprecherin Gabrielle Keller. In welcher Form dies geschehen werde, sei noch offen.

Bund und Kantone müssten jedoch schon jetzt abklären, in welchem Umfang und weshalb es zu Verspätungen gekommen sei, so die ASO. Gleichzeitig forderte sie eine rasche Einführung der elektronischen Stimmabgabe. E-Voting erleichtere oder ermögliche den Auslandschweizern die Ausübung des Wahlrechts.

swissinfo und Agenturen

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Wahlen und Fünfte Schweiz

119'429 Auslandschweizer sind derzeit in ihren Heimatkantonen als Wähler registriert. Das sind 7,4% mehr als im Jahr vorher.

Bei den Eidgenössischen Wahlen vom 21. Oktober 2007 haben 44 Kandidaten aus der Fünften Schweiz kandidiert (37 Männer und 7 Frauen).

33 kandidierten für die SVP, 6 für die FDP, 3 CVP, je 1 für die Grünen und die EDU.

Die meisten liessen sich im Kanton Zürich aufstellen (31), die anderen verteilten sich auf die Kantone Bern, Freiburg, Genf, Waadt, Schaffhausen und Wallis.

Den Sprung ins Bundeshaus schaffte keiner der Auslandschweizer-Kandidaten.

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