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PRESSESCHAU vom Wochenende 42 (23./24. Oktober)

Dieser Inhalt wurde am 25. Oktober 2010 - 08:14 publiziert

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
Novartis: Dem Pharmakonzern droht ein Umsatzrückgang durch das Auslaufen des Patents für das Blockbustermedikament Diovan. "Wir haben den Ehrgeiz, die Diovan-Patentklippe ohne Umsatzrückgang zu meistern", erklärte Novartis Chef Joe Jimenez in einem Interview mit der "NZZ am Sontag". Er könne zwar nichts garantieren; Novartis verfolge aber einen Plan, der dies liefern solle, so Jimenez. Mit Diovan setzt der Pharmariese jährlich rund 6 Mrd CHF um. Der Novartis Chef geht davon aus, dass am Ende einer dreijährigen Umbruchphase mit Diovan noch ein Umsatz von 2 Mrd CHF bleibt. (NZZaS, S. 31/33; siehe sep. Meldung)
Actelion: An der Börse sind die Papiere des Medikamentenherstellers in jüngster Zeit dank Übernahmespekulationen stark gestiegen. Gründer und CEO Jean-Paul Clozel hat nun in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" seinen Willen zur Unabhängigkeit bekräftigt. "Wir wollen selber über unser Schicksal bestimmen können", so Clozel. Unabhängigkeit bedeute aber nicht, keine Partner zu haben. Einen Kernaktionär zu gewinnen wäre deshalb durchaus eine Möglichkeit, so Clozel weiter. Denn Actelion brauche Stabilität. (FuW, S. 22; siehe sep. Meldung)
Valiant: Die Aktien der Bank sind in der letzten Woche um 22% eingebrochen. CEO Michael Hobmeier führt dies auf eine Studie aus dem Hause Vontobel zurück. Die Analysten hatten am Dienstag die Titel auf Reduce heruntergestuft. Der Kurs sei aber schon am Montag nach grösseren Bestens-Verkaufsaufträgen unter Druck geraten. Mehr dazu zu sagen, wäre aber Spekulation, so der Valiant-Chef. Er gehöre zu den vier Geschäftsleitungsmitglieder, die je ein Paket von 700 Aktien gekauft hätten, sagte er im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Auch im Kreise des Verwaltungsrates seien Käufe getätigt worden. Man stehe zum Unternehmen. (FuW, S. 1; seihe sep. Meldung)
UBS: Der Fondsanbieter der Kantonalbanken, Swisscanto, prüft, ob er sich an einer amerikanischen Sammelklage gegen die UBS beteiligen will. "Noch ist unklar, ob sich Schweizer Aktionäre überhaupt an einer Sammelklage in den Vereinigten Staaten beteiligen können", sagte Firmensprecher Roman Kappeler dem "Sonntag". Bezogen auf die UBS sei somit eine Teilnahme von Swisscanto in Prüfung. Wie lange diese dauern wird, kann er noch nicht sagen. Für den AHV-Fonds ist die Klage hingegen kein Thema. Im Sommer 2008 hat die Pensionskasse der Polizei und Feuerwehr von Pontiac, Michigan, eine Sammelklage gegen die UBS lanciert. Auch die Anlagestiftung Ethos und der Verein Actares haben bereits Interesse bekundet, an der Sammelklage teilzunehmen. (Sonntag, S. 25)
UBS: Ex-UBS-Konzernchef Peter Wuffli bezeichnet den "Transparenzbericht" der Grossbank als "faire Aufarbeitung der Vergangenheit". Unterstellungen, wonach er unsorgfältig oder fahrlässig gehandelt haben solle, wies er in einem Interview mit der "az Aargauer Zeitung" vom Samstag aber vehement zurück. Ebenso wies Wuffli Aussagen zurück, wonach er von niederen Motiven wie etwa Geldgier getrieben worden sei. Sollte wider Erwarten doch noch eine Klage erfolgen, will er sich entsprechend verteidigen. (Aargauer Zeitung; siehe sep. Meldung)
Migros: Der orange Riese wird sein Wachstumsziel für das laufende Jahr wegen dem Preiskampf im Detailhandel nicht erreichen. ""Die Preise sind stärker gesunken als erwartet", sagte Migros-Chef Herbert Bolliger in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche". Das gesamt Sortiment sei im Durchschnitt um 3% billiger geworden. "Wir rechneten für dieses Jahr mit 1% Minusteuerung. Deshalb werden wir das budgetierte Wachstum von 1% kaum erreichen", sagte Bolliger. Aktuell liege die Migros auf Vorjahresniveau. Zur Beteiligung an Charles Vögele betonte er erneut, dass es sich um eine Finanzanlage handle: "Mehr steckt nicht dahinter." (SoZ, S. 55/57; siehe sep. Meldung)
are/uh

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