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Presseschau vom 26.05.2003

Probleme bei der Jugendarbeit und Schnüffeleien bei alten Menschen werden in den Zeitungsredaktionen als Themen aufgegriffen.

Dieser Inhalt wurde am 26. Mai 2003 - 10:03 publiziert

Weiter wird ein Lösungsansatz vermittelt, das gespannte deutsch-schweizerische Verhältnis im Luftverkehrsbereich zu entkrampfen.

"Die Schweiz braucht verantwortungsbewusste und kritische junge Menschen." Die NEUE LUZERNER ZEITUNG zitiert damit ein Ziel des Bundes zur Förderung der Jugendarbeit.

Koordination scheint nötig, meint die NLZ, denn: "Zu viele Bundesämter und Stellen sind in jugendspezifische Fragen involviert, und unter den Kantonen existieren 26 verschiedene Meinungen, was Jugendpolitik sein soll."

Es gäbe einfache Möglichkeiten, diesem "Durcheinander" entgegenzuwirken, meint die NLZ weiter. Die naheliegendste sei, alle jugendspezifischen Stellen im selben Departement zu vereinen. Denn so könnte künftig verhindert werden, "dass Jugendarbeiter zwar viele Anlaufstellen haben, aber letztlich doch nicht wissen, an wen sie sich wenden können".

Über etwas müsse man sich aber bei dieser Diskussion im klaren sein, meint die NLZ abschliessend: "Die Jugendarbeit passiert - häufig ehrenamtlich - im Kleinen: in Jugendlokalen, Vereinen und Ferienlagern. Jugendpolitik darf nicht vernachlässigt werden, indem sie verbürokratisiert wird."

Die gläsernen Alten

Die "Verbürokratisierung " ist der Jugend nicht dienlich - genauso wenig wie bei den Alten.

"Zürich schnüffelt bei den Senioren", titelt der TAGES ANZEIGER. Der Kanton Zürich will offenbar zwei umstrittene Computersysteme zulassen, die mit vielen indiskreten Fragen operieren.

"Wer ins Altersheim zieht, tut dies in der Regel nicht freiwillig. (...) Diese meist hochbetagten Menschen verlieren nicht nur ihre gewohnte Umgebung - schlimmer noch - immer öfter auch ihre Privatsphäre", schreibt der TAGI.

Da werde zum Beispiel gefragt, ob sie noch mit ihrem Geld umgehen könnten oder ob sie noch "jemanden zum Streicheln hätten". Mit solchen Fragen würden umfangreiche Fichen über die Betroffenen erstellt.

"Was mit diesen Daten geschieht, welchen Zwecken sie dienen und wer sie anschauen kann, dies alles dürfte kaum ein Betroffener durchschauen."

Die Erfinder des Fragebogens betonen laut TAGI, es gehe um Wissenschaftlichkeit in der Pflege. Endlich werde transparent, was die Heimbewohner bräuchten - und was sie kosteten. Die Zeitung stellt dies jedoch in Frage: "Aber der Glaube, dass sich dadurch exakt ausrechnen liesse, welche Betreuung ein alter Mensch brauche, wäre naiv."

Bei der Wahl zwischen Kostentransparenz und dem Schutz der Privatsphäre müsse Letzteres immer Vorrang haben. Nur was eben nötig sei, damit ein Heim seinen Aufwand pro Bewohner belegen könne, sollten für den TAGI erfasst werden.

"Alle anderen Daten gehören nicht nur raus, sie gehören vielmehr gar nie ins System."

"Ein Alemanne haut den Knoten entzwei"

Die AARGAUER ZEITUNG beschäftigt sich mit der gespannten Lage im Luftverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland:

"Das Vertrauen fehlt, es muss erst wieder wachsen",

wird da der baden-württembergische Ministerpäsident Erwin Teufel zitiert. Antischweizerische Gefühle könne man ihm nicht unterstellen, schreibt der Kommentator.

"Und so kommt der gebürtige Rottweiler mit einem einfachen und pragmatischen Vorschlag: 'Redet endlich mit den Leuten aus dem Kreis Waldshut!'"

Teufel sage, was hierzulande einem längst hätte einfallen können, meint die AZ, denn die Anfluggeschichte sei den Berlinern "schnurze" und Brüssel "schnuppe", die Waldshuter aber "fühlten sich verarscht".

"Es ist Zeit, dass (der Zürcher Regierungsrat) Jeker und (Bundesrat) Leuenberger endlich mal mit jenen reden, die es auch betrifft. Dann ist vielleicht der Kollaps noch abzuwenden."

swissinfo, Etienne Strebel

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