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Presseschau vom 21.05.2003

Der historische Schritt über die innerkoreanische Grenze beherrscht heute die Titelseiten der Schweizer Zeitungen.

Dieser Inhalt wurde am 21. Mai 2003 - 08:46 publiziert

Die Aktion der Aussenministerin Micheline Calmy-Rey sei sinnvoll gewesen, so der Tenor der Kommentare.

"Schrittchen für die Schweiz", schreibt der TAGES-ANZEIGER.

"Sie hat an symbolträchtigem Ort bloss ein kleines Schrittchen für unser Land gemacht."

Doch wesentlich wichtiger seien die diskreten Gespräche, welche die Aussenministerin in beiden Korea geführt und in China fortsetzen wolle.

Ausserdem schreibt der TAGI: "Der aussergewöhnliche Grenzübertritt, der schon unter dem früheren Aussenminister eingefädelt worden war, ist weder ein Verdienst noch ein Fehler Calmy-Reys."

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG kommentiert den Schritt als "Mondlandung in Panmunjon".

Calmy-Reys Friedenswunsch "dürfte bei nüchterner Beurteilung wohl nur geringe Chancen auf Erfüllung haben (...)".

"Sinnvolle" Reise

Die Reise sei gut angelegtes Geld, findet die BERNER ZEITUNG.

"Schon jetzt scheint klar, dass Micheline Calmy-Rey einen gelungenen, um nicht zu sagen professionellen, Mittelweg zwischen Megafon und diskreter Diplomatie gefunden hat."

Die AARGAUER ZEITUNG analysiert, die Aussenministerin wolle "bewegen, nicht verwalten".

Man könne nur hoffen, "dass Calmy-Reys kleiner Schritt über die Demarkationslinie nicht Episode bleibt, sondern für die Region tatsächlich zu einem grossen Schritt werden könnte".

Die NEUE LUZERNER ZEITUNG bemerkt, dass bisher eine Antwort auf ihre Aktion ausgeblieben sei.

"Zu glauben, die Schweiz werde bei der Beilegung des Atomstreits zwischen Nordkorea und den USA die grosse und entscheidende Rolle spielen, ist ziemlich verwegen, ja unrealistisch."

Linke auf Abwegen?

Der Berner BUND widmet den heutigen Kommentar dem Thema Krankenkassen: "Subventionen für Millionärskind". Nach dem Scheitern der Gesundheitsinitiative hätten die Sozialdemokraten nun eine Kehrtwende vollzogen, indem sie einen generellen Rabatt für Kinder forderten.

"Hat sie nicht bis vor wenigen Tagen gefordert, dass der Millionär für die Krankenkasse mehr bezahlt als seine Sekretärin? Wie kann die Linke nun plötzlich richtig finden, dass der Millionär für seine Kinder gleich wenig bezahlt wie die Sekretärin für die ihren?"

Den Lohn dieses Millionärs beleuchtet heute die HANDELSZEITUNG. "Eine Million pro Manager", titelt sie.

"Konzernleitungsmitglieder von Grossfirmen kassieren im Schnitt rund 1,1 Millionen Franken. Doch die Unterschiede sind erstaunlich gross."

Mister Schweiz will politisieren

Die Schweiz hat einen neuen Mister Schweiz: Robert Ismajlovic. Was den BLICK zur Frage bringt: "Sind 'Jugos' plötzlich beliebt?"

"Ismajlovic will sein Mister-Schweiz-Jahr dazu nutzen, das Verhältnis zwischen 'Jugos' und den Schweizern zu verbessern. Der Auftakt ist ihm geglückt!"

swissinfo, Christian Raaflaub

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