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Presseschau vom 17.07.2003

Die überraschende Einigung der Swiss mit den Ex-Crossair Piloten und die neuen Verhandlungen über Personenfreizügigkeit mit der EU sind die Hauptthemen.

Dieser Inhalt wurde am 17. Juli 2003 - 09:36 publiziert

Zum Feiern sei es für die Swiss aber noch zu früh, stellen die meisten Zeitungen fest.

Aufatmen könne Swiss-Chef André Dosé jetzt, schreibt die NEUE LUZERNER ZEITUNG, und für die BASLER ZEITUNG ist die Einigung

"ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Genesung der Swiss".

DER BUND spricht von "leiser Hoffnung". Denn

"immerhin hat Swiss jetzt etwas bessere Karten, um den vitalen Betriebskredit von 500 Millionen Franken zu erhalten".

Für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG ist die Einigung "ein teurer Deal":

"Skeptisch stimmt, dass die Einwilligung der aufsässigen Swiss Pilots so teuer erkauft werden muss. Immerhin wird nun fast jeder dritte Franken des gesamten Restrukturierungspakets von knapp 200 Mio. Franken für die Ex-Crossair-Piloten eingesetzt."

Aber gerettet sei die Airline damit noch nicht, heben alle Zeitungen hervor.

"Für die Beschaffung des dringlichen Betriebskredits braucht es allerdings endlich einen verbindlichen Businessplan",

schreibt die BASLER ZEITUNG.

Auch der TAGES ANZEIGER weist auf weitere Hürden hin. Vor allem aber müsse Dosé jetzt

"endlich die Allianz-, Übernahme- oder Kooperationsverhandlungen mit einer anderen Fluggesellschaft erfolgreich abschliessen. Ansonsten steht auch die deutlich abgespeckte Swiss in der Branche auf verlorenem Posten".

Auch DER BUND ist überzeugt:

"Nur dies würde ihr längerfristiges Überleben sichern."

Und dafür sei die Zeit "äusserst knapp", warnen die meisten Kommentatoren. Sie weisen allerdings auf eine jetzt bessere Ausgangslage der Swiss hin:

"Mit der Beilegung des Pilotenstreits wird sie nun für Investoren wieder attraktiver und hat damit überhaupt erst eine Chance, an frisches Geld zu kommen – und sich gleichzeitig auch als Braut für eine mögliche Übernahme herauszuputzen."

Verhandlungen über Personenfreizügigkeit



Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU über die Ausdehnung der Freizügigkeit im Personenverkehr auf die EU-Beitrittsstaaten seien

"Verhandlungen mit Sprengkraft",

titelt die AARGAUER ZEITUNG.

Falls die Schweizer Stimmberechtigten ein von der SVP angekündigtes Referendum gegen eine Ausweitung des freien Personenverkehrs an der Urne annehmen sollte, dann seien alle sieben Abkommen der ersten Runde der Bilateralen gestorben, hebt die AARGAUER ZEITUNG hervor.

Für die BERNER ZEITUNG ist es

"unverständlich, dass die SVP und die geistesverwandte Auns gegen die Interessen ihrer eigenen Klientel – des Kleingewerbes, der Bauern und Rentner – die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit mit dem Referendum bekämpfen wollen".

Die AARGAUER ZEITUNG spricht von einer" "Guillotine",

Und zum gleichen Schluss kommt die Genfer Zeitung LE TEMPS:

"Die Schweiz befindet sich auf dem Weg zur Guillotine."

10 Jahre Verhandlungen wären vergebens gewesen, meint LE TEMPS.

"Ce n'est pas de Bruxelles que la Suisse doit se méfier le plus, c'est d'elle-même."

Die Schweiz müsse nicht von Brüssel Angst haben, sondern vor sich selber, hebt LE TEMPS hervor.

swissinfo, Alina Kunz Popper

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