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Presseschau vom 13.02.2003

Kommt es zum Krieg gegen den Irak? Dieser Frage versuchen am Donnerstag viele Zeitungen und Zeitschriften auf den Grund zu gehen.

Dieser Inhalt wurde am 13. Februar 2003 - 09:39 publiziert

Ausserdem haben sich etliche Kommentatoren Gedanken gemacht zum Gesetz gegen Rassismus und Hooliganismus.

"Kann der Krieg noch gestoppt werden?", fragt die WELTWOCHE quasi stellvertretend für die Wochenzeitungen. Und sie stellt die Gretchenfrage:

"Doch könnte es sein, dass Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice mehr über die Bedrohung weiss als Peter Bichsel?"

Die Wochenzeitschrift FACTS widmet dem Thema ein ganzes Special:

"Ein transatlantischer Krieg der Worte"

Mit Grafiken und etlichen Umfragen belegt die Zeitschrift die Einigkeit unter den europäischen Völkern:

"Millionen wollen am Wochenende für den Frieden und gegen Amerika demonstrieren."

Und die Wochenzeitung WOZ konstatiert trocken: "Die USA sind isoliert." Der Krieg könne grundsätzlich noch abgewendet werden.

"Der Krieg ist kein Schicksal, nicht 'Gottes Auftrag', wie der oberste Blasphemist George Bush diese Woche verkündete, sondern menschengemacht. Und damit auch vermeidbar."

Der CORRIERE DEL TICINO schreibt unter dem Titel "Nobili Cause, Grossi Interessi", dass die USA nicht noble Gründe habe, sondern konkrete Interessen verfolge.

"'Ils sont tous des cowboys', dicono i francesi"

Sie sind alle Cowboys, zitiert das Tessiner Blatt die Franzosen.

Die "Achse des Bösen"

Die AARGAUER ZEITUNG hat gut hingehört, als die Bin Laden zugeordnete Stimme ihren Aufruf zum Märtyrer-Tod verlesen hat.

"Letztlich ist aber der Sturz des 'ungläubigen' Saddam das Ziel bin Ladens. Bushs Feind ist auch Bin Ladens Feind."

Zur so genannten "Achse des Bösen" gehört auch Nordkorea, das der TAGES ANZEIGER als "Weltproblem" bezeichnet. Vor allem China müsse nun Klartext reden.

"Die atomaren Ambitionen des 'geliebten Führers' werden von China zwar zurückgewiesen. Dennoch handelt Nordkoreas wichtigster Handelspartner seit Ausbruch der Krise im Oktober unentschlossen."

Keine Toleranz für Rassismus

Die Schweizer Regierung will härter durchgreifen in Sachen Rassismus und Hooliganismus. "Toleranz wäre fehl am Platz", titelt die NEUE LUZERNER ZEITUNG, und begrüsst die Massnahmen, wenn auch einige Fragen noch geklärt werden müssten.

"Wer systematisch zu Gewalt und Hass aufruft, verletzt die demokratischen Spielregeln. Hier darf auch ein freiheitlicher Staat keine Toleranz mehr üben, sonst bringt er seine Bürger in Gefahr."

Etwas vorsichtiger der Kommentar in der BERNER ZEITUNG:

"Der Bundesrat ist gut beraten, im Interesse der persönlichen Freiheit behutsam vorzugehen. Und er darf sich nicht mit einer reinen Symptombekämpfung begnügen."

Gegen die Grauzone um die Schwarzhemden hilft laut der Westschweizer Zeitung LE TEMPS nur eines: Die Jugend an den Horror erinnern, den Rassismus und Extremismus vor nicht allzu langer Zeit provoziert haben.

"Rappeler, rappeler sans cesse aux jeunes d'aujourd'hui les horreurs que le racisme et l'extrémisme ont provoquées hier."

swissinfo, Christian Raaflaub

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