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PRESSE/Blocher für Lohndeckel bei UBS und Credit Suisse

Dieser Inhalt wurde am 17. Dezember 2009 - 09:30 publiziert

Zürich (awp/sda) - Christoph Blocher will die Managerlöhne bei UBS und Credit Suisse beschränken. Weil die beiden Grossbanken von einer faktischen Staatsgarantie profitierten, dürften die Vergütungen nicht höher sein als bei der grössten Kantonalbank.
In einem Interview mit der Zeitung "Blick" vom Donnerstag plädierte der alt Bundesrat und Unternehmer dafür, auch den Lohn von CS-Chef Brady Dougan auf unter 2 Millionen zu beschränken. Denn gut bezahlt seien Unternehmer, die mit der Firma unter gehen könnten. Eine Firma mit Staatsgarantie dagegen "braucht doch keine Manager mit solchen Löhnen", sagte Blocher.
Der SVP-Politiker sieht Fortschritte, nachdem er sich vor drei Monaten mit Uhrenpatron Nicolas Hayek und SP-Präsident Christian Levrat zusammengetan hat, um das Klumpenrisiko Grossbanken anzupacken: "Inzwischen hat man das Risiko breit erkannt. Die Banken sind so gross geworden, dass sie der Staat nicht fallen lassen kann, weil es sonst die ganze Volkswirtschaft mitreisst."
Nötig sei eine neue Bankenstruktur, bei der zum Beispiel die Tochtergesellschaft in den USA Konkurs gehen kann, ohne dass die Bank in der Schweiz mitgerissen wird, erklärte Blocher.
Während die Nationalbank erfreulicherweise für eine solche Lösung mitkämpfe und der Bundesrat eine Expertengruppe eingesetzt habe, hätten die Banken selber das Problem noch nicht erkannt.
"Sie behaupten, dass die Kredite durch eine solche Struktur teurer werden. Das ist absurd. Aber drohen kann man ja immer", sagte Blocher dem "Blick". UBS-Chef Oswald Grübel zeige noch am meisten Verständnis für das Problem. Die Credit Suisse sei viel weniger einsichtig.
cc

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