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PRESSE/"Basler Zeitung" soll an NZZ-Gruppe gehen

Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2009 - 08:50 publiziert

Zürich (awp) - In der Schweizer Tagespresse soll die nächste Konzentration bevorstehen. Aus guten Quellen verlaute, dass Verhandlungen zwischen der NZZ-Gruppe und der Basler-Zeitung-Medien-Gruppe, die die "Basler Zeitung" (BaZ) produziert, befänden sich in der Schlussphase. Eine Übernahme oder eine Fusion könnte noch in diesem Jahr beschlossen werden, schreibt der "Tages-Anzeiger" (TA, Ausgabe 04.12.).
Bettina Schibli, Leiterin Unternehmenskommunikation der NZZ-Gruppe, wollte keinen Kommentar abgeben. Und auch Manuel Staub, Kommunikationschef der Basler Zeitungs AG, sagte: "No comment", heisst es weiter.
Noch vor einem Jahr habe alles anders ausgesehen. Damals schien die BaZ auf dem Weg zu einem Zusammenschluss mit Tamedia zu sein. Die BaZ beteiligte sich am Pendlerblatt "News", das Tamedia im September 2007 lancierte. Die Basler wurden überdies Partner der Online-Plattform Newsnetz.
Auch im Printbereich habe Tamedia-Chef Martin Kall BaZ-Verleger Matthias Hagemann 2008 "verlockende Angebote" gemacht, so der TA-Artikel. In der Branche habe man es daher für wahrscheinlich gehalten, dass Tamedia schon bald einen überregionalen Mantel für den "Tages-Anzeiger", eine mit dem "Bund" fusionierte "Berner Zeitung" und für die "Basler Zeitung" produzieren könnte.
Im laufenden Jahr habe aber der Wind gedreht. Es existierten immer mehr Anzeichen, dass man in Basel für eine Partnerschaft Alternativen zu Tamedia suche, so der Artikel weiter. So seien im Printbereich auf redaktioneller Ebene Kooperationen mit der Aargauer AZ-Gruppe von Peter Wanner sichtbar geworden.
Seither seien hinter den Kulissen intensive Gespräche zwischen Hagemann und Wanner und mit dem neuen Unternehmensleiter der NZZ-Gruppe, Albert Stäheli, in Gang gekommen. Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche zu zwei Kooperations- bzw. Übernahmeoptionen geführt haben. Dabei soll eine Dreiergruppe aus NZZ, AZ-Gruppe und BaZ zur Diskussion stehen oder ein Duo aus NZZ und BaZ. Im Moment stehe laut Insidern das Duo im Vordergrund. Eine Kooperation mit der AZ-Gruppe wäre später noch möglich.
rt/ra

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