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Gaddafi ruft zum Jihad gegen die Schweiz

Der libysche Revolutionsführer Muammar Gaddafi hat die Muslime zum "Heiligen Krieg" gegen die Schweiz aufgerufen. Diese sei ein ungläubiger Staat, in dem Moscheen zerstört würden.

Dieser Inhalt wurde am 26. Februar 2010 - 08:49 publiziert

"Jeder Muslim in der Welt, der mit der Schweiz zusammenarbeitet, ist ein Abtrünniger und gegen Mohammed, Gott und den Koran", sagte Gaddafi in einer vom libyschen Fernsehen übertragenen Rede in Bengasi.

"Lasst uns kämpfen gegen die Schweiz, den Zionismus und ausländische Aggression", so Gaddafi weiter. "Das ist kein Terrorismus", im Gegensatz zu Al-Kaida, die er als "eine Art Verbrechen und Geisteskrankheit" bezeichnete.

Gaddafi bezeichnet die Schweiz wegen des Minarettverbots als "ungläubiges Land", das "die Häuser Allahs" zerstöre.

Laut dem Islam-Experten Hasni Abidi ist Gaddafi aus religiöser Sicht gar nicht berechtigt, zum Heiligen Krieg aufzurufen. Zudem hätten die Worte des libyschen Machthabers kein Gewicht in der arabischen Welt, sagte Hasni, der in Genf das Forschungszentrum für arabische Länder leitet.

Seiner Einschätzung nach habe die Schweiz also nicht zu befürchten, dass Gaddafis Aufruf von islamistischen Gruppen erhört werde - zumal Libyen auf der Seite der USA Organisationen wie die Al-Kaida bekämpfe und selber Einiges zu befürchten habe.

swissinfo.ch und Agenturen

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